KW 05: Stickstoffdioxid-Versuche an Tier und Mensch, Holocaustgedenken und Antisemitismus, Berufsbildung braucht Inklusion

Stickstoffdioxid-Versuche an Tier und Mensch: Helmut Greim ( Träger des Bundesverdienstkreuzes), einst Inhaber des Lehrstuhls für Toxikologie und Umwelthygiene an der Technischen Universität München und Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum „Schutz des Menschen und der Umwelt“, hält die angebliche Dieselaffäre für gar nicht so schwerwiegend. Die Dieselabgase seien besser als ihr Ruf, erklärte er bereits im September 2016 vor dem Diesel-Untersuchungsausschuss um Bundestag.  Greim begründete seine Einschätzung mit dem verräterischen Satz: „Das ist unsere Information aus Tierversuchen.“  Auch von den Versuchen an Menschen berichtete der Mann  in all seiner ethischen Ungerührtheit: Ja, man habe auch an Artgenossen der Politiker geforscht, wie sich das Einatmen von Stickstoffdioxid auswirke, scherzte er. Von den anwesenden Politikern aus CDU, SPD, Grünen und Linken hatte keiner eine Nachfrage. Die Empörung wird erst jetzt nachgereicht.
handelsblatt.com

Holocaustgedenken und Antisemitismus: Anlässlich des Holocaustgedenktags hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zunehmende Tendenzen von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit beklagt. Es sei eine „Schande, dass keine jüdische Einrichtung ohne polizeiliche Bewachung existieren kann“, sagte sie am Samstag in ihrem wöchentlichen Videopodcast. Das gelte sowohl für Schulen und Kindergärten als auch für Synagogen im Land. Es sei eine tägliche Aufgabe, sich mit aller Kraft Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit entgegenzustellen, forderte Merkel. Zurzeit gebe es wieder mehr Hass gegen andere. Der Bundestag hat inzwischen für die kommende Regierung die Bestellung eines Antisemitismusbeauftragten beschlossen, der sich „für jüdisches Leben in Deutschland und gegen Antisemitismus“ einsetzen soll.
zeit.de

Berufsbildung braucht Inklusion: Anlässlich der laufenden Koalitionsverhandlungen empfiehlt das Deutsche Institut für Menschenrechte, die allgemeine Berufsausbildung so zu gestalten, dass mehr Menschen mit Behinderungen eine anerkannte Berufsausbildung abschließen können. Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen haben derzeit nicht dieselben Chancen auf Zugang zur allgemeinen berufliche Bildung wie Nichtbehinderte. Rund 40 Prozent der Auszubildenden mit Behinderungen absolvieren Sonderausbildungen in eigens dafür geschaffenen Einrichtungen, die nicht an die betriebliche Praxis angeschlossen sind. Diese Abschlüsse haben auf dem regulären Arbeitsmarkt den Nachteil, dass Arbeitgeber sie oft nicht einordnen können. Dabei zeigen positive Beispiele, dass Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt besonders dort gelingt, wo Auszubildende mit Behinderungen früh in die betriebliche Praxis eingebunden sind.
presseportal.de

EUGMR: Tatprovokation verletzt Recht auf faires Verfahren: Wird ein Straftäter durch verdeckte Ermittler zur Begehung der Tat provoziert, liegt ein Verstoß gegen das Recht auf ein faires Verfahren gemäß Art. 6 Abs. 1 der Europäischen Menschen­rechts­konvention vor. Zur Wiedergutmachung genügt es nicht, dass das Strafgericht die Tatprovokation erheblich strafmildernd berücksichtigt. Dies hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden.
kostenlose-urteile.de

Menschenrechte im Koalitionsvertrag festschreiben: Michael Brand (CDU) aus Fulda, ehemaliger Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Menschenrechte, verlangt eine Koalition von CDU/CSU und SPD . Der 44-Jährige gehört der siebenköpfigen Arbeitsgruppe Außen, Menschenrechte, Verteidigung und Entwicklung an. Sowohl bei bioethischen Themen wie der Regelung zur Sterbebegleitung und auch als Sicherheitsexperte hat sich Michael Brand bundesweit einen Namen gemacht. Als Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses und Mitglied im Verteidigungsausschuss hat er immer wieder klar Stellung bezogen gegen autoritäre Regime in der Türkei, Russland oder China und sich in außenpolitische Debatten eingemischt.
focus.de

Deutsch-syrischer Verein: Kriegsverbrechen dokumentieren: Vor allem müssen es belastbare Beweise sein: Die Mitarbeiter vom „Syrian Archive“ überprüfen jedes Foto und jedes Video: die Ortsangabe, das Datum, die Quelle, und ob die verschiedenen Angaben übereinstimmen. „Es gibt auch viele falsche Informationen. Wir müssen unbedingt die Echtheit des Materials prüfen, damit Anwälte die Beweise später verwenden können“, sagt Hadi al Khatib. Innerhalb von drei Jahren hat sein Team vom „Syrian Archive“ mehr als 7000 Videos und Fotos überprüft. „Doch mehr als eine Million sind noch übrig“, sagt al Khatib und lächelt. „Inzwischen ist es uns gelungen, etwa 2000 vertrauenswürdige Quellen zu sammeln, viele von ihnen sind Bürger-Journalisten“.
correctiv.org

Erwartungen an die GroKo: Zu Beginn der Koalitionsverhandlungen erneuern bzw. bekräftigen Deutscher Frauenrat, pax christi, terre des hommes, Verband binationaler Familien und Partnerschaften und Zentrum Überleben ihre Erwartungen an die neue Bundesregierung. verband-binationaler.de
Menschenrechtspreis 2018: Amnesty würdigt das Nadeem-Zentrum für seinen Einsatz gegen Folter in Ägypten. amnesty.de
Familiennachzug: PRO ASYL legt Petition zum Familiennachzug für subsidiär Geschützte vor. proasyl.de

ZITAT:

Ich freue mich, diese Aufgabe fortführen zu dürfen. Sie ist sehr vielseitig, führt von der Sicherheitspolitik über Außen­wirtschaftspolitik bis zur Auswärtigen Kulturpolitik und Fluchtursachenbekämpfung. Prägend in den letzten Jahren meiner Tätigkeit waren leider auch die vielen Konflikte wie der Krieg in Syrien und der Nahostkonflikt, zudem unser Verhältnis zu Russland, der Türkei und den USA mit ihrem seit nunmehr einem Jahr amtierenden Präsidenten Trump. Aktuell bringe ich meine Erfahrungen bei den Koalitions­Verhandlungen ein.

Jürgen Hardt, auch Koordinator der Bundes­regierung für die Transatlantische Zusammenarbeit, wurde als Sprecher für Auswärtige Politik der CDU/CSU Fraktion mit knapp 96 % der Stimmen wiedergewählt.
juergenhardt.de

TERMINE [powered by politcal.de]

1. Februar. Transparency International u.a. veranstalten einen Informationsabend zum Thema „Unternehmensverantwortung“ in der giz-Reihe „Köpfe und Ideen“ bei der giz (Reichpietschufer 20, 10785 Berlin).
giz.de

21. Februar: „Menschenrechte in Kambodscha – Zivilgesellschaft im Kreuzfeuer“ ist Thema der 5. „Werner-Lottje-Lecture“ von Brot für die Welt und DIMR um 17.30 Uhr bei Brot für die Welt.
institut-fuer-menschenrechte.de

– Anzeige –
Sie lesen diesen Newsletter. Gute Entscheidung! Erreichen Sie Ihre Kunden, Wähler und Stakeholder auch mit einem Newsletter. Trotz der neuen Kommunikationsmöglichkeiten über soziale Netzwerke bleibt der Newsletter das effektivste digitale Marketingtool. Es gibt keinen direkteren Zugang für eine Botschaft zu einem Leser. Wir unterstützen Sie dabei, auch gelesen zu werden. Kontaktieren Sie uns:
newsletter@attentionmedia.de

2. März um 18.00 Uhr . Die Heinrich-Böll-Stiftung verleiht ihren Anne-Klein-Frauenpreis 2018 an die kolumbianischen Frauenrechtsaktivistinnen Mayerlis Angarita und Jineth Bedoya.
calendar.boell.de

PRAKTIKUM:

Reporter ohne grenzen sucht ab 1. April eineN studentischeN MitarbeiterIn für sein Referat Fundraising und bietet ab 2. Juli ein Praktikum in seinem Referat Öffentlichkeitsarbeit an.
reporter-ohne-grenzen.de

ZAHL DER WOCHE

0 Prozent Rendite bekommen Anleger derzeit für fünfjährige Bundesanleihen. Das ist eine Verbesserung: Seit Dezember 2015 gab es nur noch Negativzinsen.
handelsblatt.com

ZULETZT

EUGMR bekommt homophobe Richterin: Die spanische Richerin Elósegui ist in dieser Woche von der Parlamentarischen Versammlung des Europarats zur Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gewählt worden, wobei sie zwei Männer ausstach. Eine Frau am männerdominierten Menschenrechtsgerichtshof: Das kam in Spanien als gute Nachricht an. Bis die linke Netzzeitung eldiario.es den Lebenslauf von Elósegui mal genauer unter die Lupe nahm. Die 60-jährige Elósegui ist Professorin für Rechtsphilosophie an der Universität Zaragoza. Aus Gründen, die nur ihr bekannt sind, hat sie sich immer wieder mit der menschlichen Sexualität befasst. Und ist dabei zu einem bemerkenswerten Schluss gekommen: „Wer sein sexuelles Verhalten im Einklang mit seinem biologischen Geschlecht aufbaut und verwirklicht, entwickelt einen ausgewogenen und gesunden Lebenswandel. Und wer darauf beharrt, gegen seine Biologie anzugehen, wird verschiedene Pathologien entwickeln. Das ist klar.“ So lässt es sich auf der Opus-Dei-nahen Website almudi.org nachlesen.
fr.de





Kommentar verfassen