KW 08: Prozess gegen Yücel beginnt Ende Juni, Internationaler Tag der Muttersprache, Wolf-Preis an Adam Fischer

Prozess gegen Yücel beginnt Ende Juni: Die türkische Justiz hat den Beginn eines Strafverfahrens gegen den „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel trotz dessen Ausreise aus der Türkei bestätigt. Als ersten Tag der Verhandlung im zentralen Justizgebäude im Istanbuler Stadtteil Caglayan sei der 28. Juni angesetzt, teilte das 32. Strafgericht am Montag mit. Seit dem Beginn der Militäroffensive gegen kurdische Milizen in Nordwestsyrien vor einem Monat wurden insgesamt 786 Menschen in der Türkei wegen „Terrorpropaganda“ festgenommen. Die Verurteilung von fünf Journalisten zu lebenslanger Haft zeigt, dass die türkische Justiz keine unabhängigen Entscheidungen fällt, so der Vorsitzende des europäischen Journalistenverbandes VEJ.
tagesspiegel.de, zeit.de, euractiv.de

Internationaler Tag der Muttersprache: Von den rund 6.000 Sprachen, die heute weltweit gesprochen werden, sind nach Einschätzung der UNESCO die Hälfte vom Verschwinden bedroht. Sprachliche und kulturelle Vielfalt repräsentieren universelle Werte, die Einheit und Zusammenhalt einer Gesellschaft stärken. Der Internationale Tag der Muttersprache erinnert an die Bedeutung des Kulturgutes Sprache. Er soll die Sprachenvielfalt und den Gebrauch der Muttersprache fördern und das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen stärken.
unesco.de

Wolf-Preis an Adam Fischer: Der Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker, Adam Fischer, erhält den Preis für sein humanitäres Engagement. Eine hochdotierte Auszeichnung der in Israel ansässigen Wolf-Stiftung. Die Wolf-Stiftung würdigte den gebürtigen Ungarn als Verteidiger der Menschenrechte sowie seinen Protest gegen die politische Entwicklung in seinem Heimatland. Die mit umgerechnet über 80 000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 31. Mai in einer Feierstunde in Jerusalem in der Knesset, dem israelischen Parlament, verliehen. Fischer ist seit 2015 Chefdirigent in Düsseldorf.
orf.at

US-Olympiasieger Tommie Smith erhält Dresden-Preis: Der frühere US-Sprinter und Olympiasieger Tommie Smith hat am Sonntag den Dresden-Preis 2018 erhalten. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde ihm für sein Engagement für Menschenrechte und gegen Rassismus verliehen. Smith hatte bei der Siegerehrung der Olympischen Spiele 1968 in Mexiko-Stadt gemeinsam mit seinem Teamkollegen John Carlos die Faust erhoben – das Zeichen der Black-Power-Bewegung. Er hatte Rassismus schon zuvor als Anschlag auf die Unantastbarkeit der Menschenwürde bezeichnet.
dnn.de

Ethische Ratschläge für VW Mitarbeiter: Als Resultat der Dieselaffäre und dem Betrug an den Käufern eines VW-Fahrzeuges will nun der VW-Aufsichtsrat den Mitarbeitern einen moralischen Ratgeber an die Hand geben, mittels dem er entscheiden kann, was Mann /Frau so machen darf und was nicht.
morningbriefingmail.handelsblatt.com

Dank an Amnesty: Todesurteil aufgehoben: Saman Naseem drückt allen bei Amnesty International, die sich so unermüdlich für sein Leben eingesetzt haben, seinen herzlichsten Dank aus.Im Alter von 17 Jahren kam Saman Naseem im Iran in Haft und sollte hingerichtet werden. Sein Todesurteil ist nun endgültig aufgehoben. Saman Naseem gehört zur kurdischen Minderheit im Iran. Mit 17 Jahren kam er in Haft und entging mehrere Male nur knapp einer Hinrichtung wegen Blasphemie unter dem Vorwurf der „Feindschaft zu Gott“. Sein Rechtsanwalt bestätigte, dass Saman Naseem von dem Vorwurf der „Feindschaft zu Gott“ freigesprochen wurde. Stattdessen ist er nun zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden wegen der „Mitgliedschaft in einer Gruppe, deren Ziel die Gefährdung der nationalen Sicherheit ist“. Sein Anwalt geht davon aus, dass Saman Naseem bald entlassen werden müsste, da er sich schon seit 2011 in Haft befindet.
amnesty.de

ZITAT:

Angesichts der anhaltenden Proteste im Iran gegen die Diktatur der Mullahs und ihrer Helfer, angesichts der 8000 Verhaftungen und ca. 50 Toten und unendlich vielen Gefolterten in den Gefängnissen, angesichts der sozialen und wirtschaftlichen Katastrophe und dem damit verbundenen Elend der Arbeiter, Staatsbediensteten und Tagelöhnern in über 170 Städten ist die Anwesenheit Zarifs auf einer Sicherheitskonferenz eine Farce.
So protestierten ca. 200 iranische Oppositionelle in München während der Ansprache des iranischen Außenministers Zarif auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
ncr-iran.org

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Am 22. Februar um 18.30 Uhr präsentiert der ECCHR in englischer Sprache den „Fall Lafarge“. Das Unternehmen LafargeHolcim hat 2017 schwere Fehler bei seiner Arbeit in Syrien eingestanden. Nun wird wegen Terrorfinanzierung und Verstoßes gegen EU-Sanktionen ermittelt.
ecchr.eu

Am 26. Februar um 18.00 Uhr: Premiere des Dokumentarfilms „Return to Afghanistan – die vielen Gesichter von Flucht und Migration“. Veranstalter: FES.
returntoafghanistan.com

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05. bis 08. März in Berlin. Workshop : „Menschenrechte sind ein Maßstab für das gesellschaftliche Miteinander“. Wie kann Bildung zu einer Gesellschaft beitragen, die die Würde und Rechte aller Menschen anerkennt? Wie können Menschenrechte eine Gesprächskultur stärken, die offenen Meinungsaustausch fördert und gleichzeitig vor diskriminierenden Äußerungen schützt? Antworten auf die Fragen gibt das Projekt „Maßstab Menschenrechte“, das bundesweit Fortbildungen für Multiplikator_innen in der Bildungsarbeit anbietet.
institut-fuer-menschenrechte.de

16.-18. März, MultiplikatorInnen-Seminar in Mannheim: Klimaschutz und Menschenrechte. Was sind die Ursachen für diese widersprüchlich erscheinenden Zusammenhänge zwischen Klimaschutz, Landwirtschaft und Menschenrechten? Wie können Menschenrechtsverletzungen im Klimaschutz vorgebeugt und verhindert werden? Bitte senden Sie das ausgefüllte Anmeldeformular und ein kurzes Motivationsschreiben bis zum 15. Februar 2018 an: FIAN Deutschland, Gertrud Falk, Briedeler Str. 13, 50969 Köln.
fian.de

ZAHL DER WOCHE

7,9 Millionen Beschäftigte könnten ihren Job verlieren, weil ihre Arbeit weitgehend von Computern und computergesteuerten Maschinen erledigt werden könnte. Betroffen wäre jeder vierte Job. So eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.
onvista.de

ZULETZT

Streit ums Islam-Institut Berlin: Müssen Liberale draußen bleiben? „Wenn die konservativen Verbände sich hinstellen und behaupten, sie vertreten die Mehrzahl der Muslime, gibt es weder einen Beleg dafür noch eine Abbildung, dass zum Beispiel der Zentralrat der Muslime nicht mal 0,4% der Muslime vertritt“,  sagt die Rechtsanwältin und liberale Muslimin Seyran Ateş. Es seien zudem Verbände, die alles andere als einen deutschen Islam vertreten würden. Eigentlich sollte der Vertrag für ein Islam-Institut in Berlin längst in trockenen Tüchern sein. Doch die kritischen Stimmen mehren sich. Der Islam-Verband Ditib will mehr Einfluss auf das Islam-Institut, während die liberale Muslimin Seyran Ateş den Einfluss der Konservativen zurückdrängen will.
deutschlandfunk.de





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