KW 10: Mehr als 1.000 Angriffe auf Flüchtlinge, Vatikan fordert Achtung der Menschenrechte von Migranten, Investigativer Journalismus auch in Europa tödlich

Mehr als 1.000 Angriffe auf Flüchtlinge: In diesem Jahr wurden bereits mehr als 1.000 Asylbewerber außerhalb ihrer Unterkünfte attackiert. Mehr als 200 von ihnen wurden dabei verletzt.Bei den insgesamt 1.067 Übergriffen in den ersten neun Monaten des Jahres seien 230 Menschen verletzt worden. Im gesamten Jahr 2016 seien mehr als 2.500 Angriffe auf Flüchtlinge außerhalb ihrer Unterkünfte gezählt worden.
zeit.de

Vatikan fordert Achtung der Menschenrechte von Migranten: Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat sich bei einer Konferenz in Rom gegen eine Haltung der Abwehr und Angst im Umgang mit Migranten ausgesprochen. Parolin äußerte sich im Eröffnungsvortrag der Vorstandstagung der Internationalen Katholischen Migrationskommission (ICMC) in Rom. Gerade die wirtschaftsstärksten Staaten verdankten einen erheblichen Teil ihres Wohlstands dem Beitrag von Einwanderern, so Parolin. Auch seien die „teils schrecklichen“ Ursachen und Umstände der Migration bekannt. Dennoch werde Migration „nur als Notstand oder Gefahr“ wahrgenommen. Dabei sei sie längst „ein charakteristisches Element unserer Gesellschaften“.
vaticannews.va

Investigativer Journalismus auch in Europa tödlich: Ján Kuciak und Martina Kusnirova wurden ermordet, sie starben durch Schüsse in Brust und Kopf. Die Frage, wer die Schüsse abgefeuert hat, ist Gegenstand von Ermittlungen der slowakischen Polizei und der Staatsanwaltschaft. Die Antwort auf die Frage jedoch, warum die Schüsse abgefeuert wurden, scheint klar: Weil Kuciak ein Journalist war, der Korruptionsskandale enthüllte. Weil er sich mit mächtigen Leuten anlegte. Oder ganz simpel: weil er seinen Job machte.
welt.de

Internationaler Frauentag: Klimawandel ist nicht geschlechtsneutral: Die Folgen der zunehmenden Erderwärmung verstärken die bestehenden geschlechtlichen Diskriminierungen, vor allem von Frauen in ländlichen Regionen des globalen Südens. Ihre Menschenrechte auf Nahrung und Wasser sind massiv bedroht. Darauf weist die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland anlässlich des Internationalen Frauentags hin.
presseportal.de

Kein Kopftuchzwang: Neben den Aufständen der Armen und Unterdrückten und der politischen Oppositionellen gegen die Diktatur im Iran protestieren auch die Frauen gegen den Kopftuchzwang oder das Verbot des Besuchs von Fußballspielen. Die Proteste werden auch von Frauen, die freiwillig das Kopftuch tragen, unterstützt. Außerdem gibt es immer wieder hitzige Diskussionen, auch innerhalb des Klerus, ob der Kopftuchzwang rechtlich – und auch islamisch – überhaupt legitim sei. Im Iran müssen Mädchen ab neun Jahren in der Öffentlichkeit ein Kopftuch sowie einen langen, weiten Mantel tragen. Der Kopftuchzwang ist im Iran seit 1979 Pflicht und später auch als Gesetz verabschiedet worden.
ncr-iran.org

Der Menschenrechtsarbeit des Europarates droht Einschränkung: Russland hat die erste Rate seines Jahresbeitrags für den Europarat nicht gezahlt. Das bestätigte der Sprecher der Straßburger Organisation, Daniel Höltgen, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Am Mittwoch war die Frist für die Zahlung abgelaufen. Damit droht dem Europarat nun ein gravierender finanzieller Engpass. Die internationale Organisation hat zur Aufgabe, über die Menschenrechte in den 47 Mitgliedstaaten zu wachen.
handelsblatt.com

ZITAT:

Sobald die Frau den Wunsch nach Eigenständigkeit äußert, arbeiten will, ­ausgehen will, reisen will, beginnt für diesen Typ Mann die Krise. Er verliert seine Privilegien, die er glaubt als Mann zu haben, das Privileg des Besitzes und das der Dominanz. Das ist eine alte Art des Denkens, ein Problem der Mentalität, nicht des Geschlechts. Männer sind nicht von Natur aus gewalttätig, sie sind es erst, wenn sie dieses Konzept des Eigentums für sich in Anspruch nehmen. Dieser Typ Mann dreht durch, wenn seine Frau unabhängig sein will. Die Angst wird so groß, dass sie ihn tatsächlich auch zum Mörder machen kann. Er zieht es vor, seine Frau umzubringen, dafür 30 Jahre ins Gefängnis zu gehen, anstatt die Freiheit der Frau zu ­akzeptieren.
Aus einem Gespräch zum Weltfrauentag über törichte Theorien und fatale Liebe. Die Grande Dame der italienischen Literatur, Dacia Maraini, kämpft seit Jahren für die Rechte der Frauen.
stuttgarter-zeitung.de

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7. März, um 19 Uhr sprechen Antti Jogi Poikola und Nicola Jentzsch beim zweiten openpolitischen Abend der Open Knowledge Foundation. Antti Poikola von Open Knowledge Finland und der Aalto University wird über “MyData” sprechen, ein auf den Menschen ausgerichteter Ansatz im Bereich der Verwaltung personenbezogener Daten, der den Bedarf der Industrie an Daten mit den digitalen Menschenrechten verbindet. Nicola Jentzsch wird das Projekt „Datenökonomie” von der Stiftung Neue Verantwortung und ihre neue Studie zum Thema Dateneigentum vorstellen. Mozilla Office in der Schlesischen Str. 27 in Berlin-Kreuzberg.
meetup.com

8. März 2018, um 17:00 Uhr (Einlass ab 16:30 Uhr). Anlässlich des Internationalen Frauentages lädt der SPD-Parteivorstand zum Frauensalon „Starke Stimmen für Demokratie!“ ein. Nach der Begrüßung durch die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, spricht die Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Andrea Nahles, zum Thema „Thesen für mehr Demokratie“. Beim anschließenden Talk diskutieren Andrea Nahles, die geschäftsführende Bundesfrauenministerin Katarina Barley und die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey. Ballhaus Rixdorf, Studio 1, Kottbusser Damm 76, 10967 Berlin.
facebook.com

12. März, um 19.00 Uhr im taz-Café, Reporter ohne Grenzen und die taz-Panther-Stiftung veranstalten eine Solidaritätsveranstaltung zu der Frage, wie es für die anderen inhaftierten Journalisten in der Türkei weitergeht. Anmeldung rog@reporter-ohne-grenzen.de.
reporter-ohne-grenzen.de

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12. März. Um Menschenrechtsinstitutionen unter Druck am Beispiel des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und der Interamerikanischen Menschenrechtskommission geht es bei einer Ganztagsveranstaltung (9.00-16.00 Uhr) von Amnesty, Brot für die Welt und ECCHR. Um Anmeldung wird gebeten.
info.brot-fuer-die-welt.de

Am 29. März ist Filmstart: „Exodus – der lange Weg“ will anhand von Portraits die globale Dimension von Migration und Flucht zeigen.
realfictionfilme.de

ZAHL DER WOCHE

786,5 Millionen Dollar hat der Amerikaner Stephen Schwarzman, Mitgründer und Chef der US-Finanzfirma Blackstone, 2017 verdient – so viel wie nie zuvor. Den Löwenanteil von 661 Millionen Dollar machte seine Beteiligung an Blackstone und die so erzielte Dividende aus. Im Jahr 2016 erhielt Schwarzman 425 Millionen Dollar.
bloomberg.com

ZULETZT

FIFA-Präsident im Iran: Auf Gianni Infantinos Agenda stand auch das Stadionverbot für Frauen im Iran, das durch einen Fall während des FIFA-Besuchs an Aktualität gewann. Wie die Nachrichtenagentur Ilna berichtete, hat die iranische Polizei vor einem Derby zwei Frauen festgenommen, weil sie als Männer verkleidet in ein Stadion in Teheran wollten. Nun verspricht der iranische Präsident eine Verbesserung.
nau.ch





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