KW 11: Tafel sind kein Anti-Hungerprogramm, Kritik an designierter CIA-Chefin Haspel, 30 Jahre nach Halabja

Tafeln sind kein Anti-Hungerprogramm: Die Tafel in Deutschland wurde gegründet, weil man die Reste und Überschüsse der Supermärkte einer sinnvollen Nutzung zuführen wollte. In Deutschland werden täglich etliche Tonnen Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch verzehrfähig sind. Gleichzeitig herrscht bei vielen Menschen Mangel. Die gemeinnützigen Tafeln schaffen einen Ausgleich: Sie sammeln überschüssige, qualitativ einwandfreie Lebensmittel und verteilen diese an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte. Das Bündnis von mehr als 30 bundesweit aktiven Organisationen fordert angesichts der Diskussionen über die Tafeln eine offensive Sozialpolitik.
proasyl.de

Kritik an designierter CIA-Chefin Haspel: Erstmals in der mehr als 70-jährigen Geschichte der CIA soll eine Frau den mächtigen US-Auslandsgeheimdienst leiten: Gina Haspel. Die 61-Jährige hat eine dunkle Vergangenheit. Weil sie Verdächtige Foltern ließ, wollen sie Menschenrechtler vor Gericht stellen.
spiegel.de

30 Jahre nach Halabja: Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erinnert an die Spätfolgen des damaligen Giftgasangriffs auf die irakisch-kurdische Stadt Halabja und veröffentlicht  einen neuen Menschenrechtsreport, der Opfer und Angehörige selbst zu Wort kommen lässt. Am 16. und 17. März 1988 bombardierte die Luftwaffe des damaligen Diktators Saddam Hussein Halabja mit Giftgas. Diesen Angriff hatten auch deutsche und europäische Firmen ermöglicht, unter anderem durch ihre Beteiligung am Aufbau der irakischen Giftgasproduktion. Mindestens 5.000 Menschen starben innerhalb weniger Stunden, weitere 10.000 wurden verletzt. Bis heute leiden die Menschen aus Halabja unter den Folgen dieses Angriffes, den viele Regierungen mittlerweile als Völkermord anerkannt haben.
gfbv.de

EuGHMR stärkt katalonische Separatisten: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EuGHMR) hat zwei katalanischen Separatisten Recht gegeben, die bei einer Kundgebung ein Foto des spanischen Königspaars verbrannt hatten und deswegen verurteilt wurden. Spanien habe damit gegen das Grundrecht auf Meinungsfreiheit verstoßen, befanden die Straßburger Richter. Das Verbrennen des Fotos sei eine politische Kritik am System der Monarchie im Allgemeinen und besonders im Königreich Spanien gewesen. Die Geste habe sich nicht persönlich gegen das spanische Königspaar gerichtet und könne auch nicht als Anstacheln zu Gewalt gegen den König gewertet werden, heißt es in dem Urteil weiter.
deutschlandfunk.de

Bühne für Menschenrechte stellt ihre Arbeit in einem kleinen Erklärfilm vor. youtube.com
TERRES DES FEMMES appelliert an die neue Bundesregierung, mehr in Bildung und Berufsförderung für geflüchtete Mädchen und Frauen zu investieren. frauenrechte.de
medica mondiale nimmt sich zum Weltfrauentag 2018 als besonderes Zeichen in Zeiten von#metoo das Thema Gewalt gegen Frauen mit 5 Kurzfilmen vor. medicamondiale.org
100 Jahre Frauenwahlrech: 31% Frauenanteil im neuen Bundestag – Deutschland „feiert“ den Internationalen Frauentag 2018. honnef-heute.de
UN-Hochkommissar für Menschenrechte: Bericht zum Auftakt der 37. Sitzung des Menschenrechtsrates ohchr.org
Deutsche Frauenrat startet Aufruf „#Me Too – der Kultur des Schweigens den Boden entziehen“ frauenrat.de
FIAN: Pressemitteilung zur Bedrohung der Menschenrechte von Frauen durch den Klimawandel fian.de
pro familia: Zum Recht auf Information zum Schwangerschaftsabbruch profamilia.de
terre de hommes: Zur Ausbeutung von Millionen von Mädchen in fremden Haushalten. tdh.de

JOBS:

Brot für die Welt sucht eineN Referent_in/Menschenrechte ewdede.hr4you.org

ZITAT:

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.
Die zum vierte Mal gewählte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Vereidigung im Bundestag.
faz.net

TERMINE [powered by politcal.de]

ECCHR begeht am 14. April seinen 10. Geburtstag im Heimathafen Neukölln. ecchr.eu

29. März ist Filmstart: „Exodus – der lange Weg“ will anhand von Portraits die globale Dimension von Migration und Flucht zeigen. realfictionfilme.de

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ZAHL DER WOCHE

164 Milliarden Dollar war das Gold wert, das 2017 weltweit verkauft wurde. Davon entfielen 41 Prozent auf China und Indien.
faz.net

ZULETZT

Ehrenpreis der Loewenherzstiftung 2018 an Ingrid Staehle: Johanna Loewenherz und Ingrid Staehle sind Schwestern im Geiste, die sich nie begegnet sind. Während die 1937 gestorbene Rheinbrohlerin zu Lebzeiten unter anderem das Wahlrecht für Frauen mit erstritt, kämpft die Journalistin aus Hamburg seit vielen Jahren an einer anderen Front. Sie setzt sich zusammen mit ihren Mitstreitern vom Verein „Terres des Femmes“ dafür ein, dass Frauen nicht länger brutalste Gewalt angetan wird. Ingrid Staehles unnachgiebiges Ringen für die Menschenrechte der Frau hat auch die Verantwortlichen der Johanna-Loewenherz-Stiftung des Kreises Neuwied aufhorchen lassen. Mehr noch: Im Rahmen eines Festaktes im Roentgen-Museum überreichte Landrat Achim Hallerbach der Frauenrechtlerin den 16. Ehrenpreis der Stiftung.
rhein-zeitung.de





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