KW 26: Häftlingsarbeit in der DDR, Todesstrafen wegen Missachtung des Ramadans, Internationaler Tag des Flüchtlings

Häftlingsarbeit in der DDR: Dass Häftlinge arbeiten müssen und dürfen, ist international Standard. Allerdings geschah dies in der DDR weniger zur Besserung der Betroffenen als zur Beschaffung von Devisen. Die Arbeitsbedingungen waren lausig und verletzten in Teilen die Menschenrechte. Politische Häftlinge wiederum hätten gar nicht arbeiten dürfen, weil sie zu Unrecht im Knast saßen.
finanzen.net

Zwei Todesstrafen wegen Missachtung des Ramadans: Der IS hatte im Sommer vergangenen Jahres in einer Offensive große Teile des Iraks und Syriens überrannt. In den von ihnen kontrollierten Gebieten verüben die Jihadisten Gräueltaten an der Zivilbevölkerung, es gibt öffentliche Hinrichtungen, Versklavungen und Vergewaltigungen. Im Ramadan sollen gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht essen und trinken.
nachrichten.at

Internationaler Tag des Flüchtlings: 60 Millionen Menschen sind aktuell auf der Flucht. Der UNHCR versucht ohne viele eigene Möglichkeiten oder ausreichend viel Geld die Lage zu erfassen und vielleicht auch zu organisieren. Doch dieses Unterfangen erscheint aussichtslos. Inzwischen überlegen die Europäer über alle mögliche Abwehrmechanismen und Hilfsmaßnahmen. Ungarn errichtet nun auch einen Zaun an der Grenze zu Serbien wie Bulgarien zur Türkei. Ein breites gesellschaftliches Bündnis rund um PRO ASYL mahnt einen Systemwechsel hin zu einer fairen und solidarischen Verantwortungsteilung für Flüchtlinge in Europa an.
unhcr.de

Amnesty kritisiert US-Gesetze zum Schusswaffengebrauch: In keinem der 50 US-Bundesstaaten entsprechen die gesetzlichen Vorgaben zur Anwendung tödlicher Gewalt durch Polizisten und andere Beamte mit Polizeiaufgaben den internationalen Menschenrechtsstandards. In einigen ist überhaupt nicht geregelt, wann Polizisten Schusswaffen einsetzen dürfen. Amnesty-Ermittler überprüften und analysierten landesweit Gesetzesvorgaben, Polizeiberichte, relevante Gerichtsurteile und vorhandene statistische Daten.
amnesty.de

Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit feiert ihren 100. Geburtstag: Seit ihrer Gründung 1915 in Den Haag richtet sich die IFFF gegen alle Formen von Krieg und Gewalt. Lautstark und unerschrocken hat die IFFF vor hundert Jahren für die Gründung einer internationalen Schiedsgerichtsinstitution und eines neutralen Völkerbundes plädiert. Im Februar 1933 zählte die deutsche Sektion der IFFF als Frauen- und Friedens-Bewegung zu den ersten Organisationen, die von den Nationalsozialisten verboten wurden.
wilpf.de

Verbrechen an Kindern im Südsudan: Die Vereinten Nationen haben beiden Seiten im südsudanesischen Bürgerkrieg schwerste Verbrechen an Kindern vorgeworfen. Kinder werden vergewaltigt, kastriert und verbrannt und von den Konfliktparteien als Kindersoldaten rekrutiert. Schätzungen zufolge wurden zehntausende Menschen in dem Konflikt getötet, zwei Drittel der zwölf Millionen Einwohner sind nach UN-Angaben auf Hilfe angewiesen.
taz.de

– Anzeige –
Sie lesen diesen Newsletter. Gute Entscheidung! Erreichen Sie Ihre Kunden, Wähler und Stakeholder auch mit einem Newsletter. Trotz der neuen Kommunikationsmöglichkeiten über soziale Netzwerke bleibt der Newsletter das effektivste digitale Marketingtool. Es gibt keinen direkteren Zugang für eine Botschaft zu einem Leser. Wir unterstützen Sie dabei, auch gelesen zu werden. Kontaktieren Sie uns: newsletter@attentionmedia.de

Das Massenlager ist eine Schande für die Politik und für Österreich. So geht man nicht mit Menschen um.
Andreas Babler, Bürgermeister der österreichischen Stadt Traiskirchen, kritisiert die Zustände im Erstaufnahmezentrums in seiner Stadt und macht der österreichischen Regierung schwere Vorwürfe.
zeit.de

Europa rutscht sehenden Auges in ein gefährliches militärisches Abenteuer. Obwohl die Bundesregierung den Plänen mit Skepsis begegnet, verweigert sie eine klare Positionierung. Wir appellieren an den Außenminister, endlich klar mit Nein zu votieren.
Günter Burkhardt, Geschäftsführer von PRO ASYL, hält den geplanten EU-Militäreinsatz für völkerrechtswidrig und gefährlich.
proasyl.de

Konferenz zur Behindertenrechtskonvention: Das Deutsche Institut für Menschenrechte veranstaltet am 24. Juni von 10.00 bis 18.00 Uhr im dbb-forum (Friedrichstraße 169/170 in Berlin-Mitte) eine Konferenz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland , die nach Konsequenzen aus der Überprüfung Deutschlands durch den zuständigen UN-Ausschuss fragt.
institut-fuer-menschenrechte.de

Religionsfreiheit im digitalen Zeitalter: Die Deutsche Welle organisiert Im Rahmen des diesjährigen Global Media Forum am 24. Juni in Bonn (World Conference Center WCCB), einen Workshop zum Thema „Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit im digitalen Zeitalter – Implikationen für seinen Schutz und seine Verwirklichung“ . (11:30-13.00 Uhr, in englischer Sprache!)
dw.com

Was folgt nach Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit?: Mit dieser Frage befasst sich ein Workshop der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Titel “Bühne der Wahrheit – Gerechtigkeit und Versöhnung durch Wahrheitskommissionen und Strafgerichte”. 03.Juli, 17.00 Uhr bis 05. Juli, 15.00 Uhr, Sebastianstraße 21, Berlin-Kreuzberg
calendar.biell.de

Staatenbericht zur UN-Antirassismus-Konvention Fordert von Deutschland gesetzliche Nachbesserungen im Kampf gegen Rassismus forum-menschenrechte.de
über den Umgang mit autoritären Systemen Die 16. Außenpolitische Jahrestagung der Heinrich-Böll-Stiftung befasste sich mit autoritären Systemen als Herausforderung für eine demokratische Außenpolitik boell.de
Ein Jahr afrikapolitische Leitlinien der Bundesregierung – ein Beitrag zu Krisenprävention und Friedensförderung in Afrika? Veranstaltung von Brot für die Welt, 1. Juli, 18.00 Uhr, Caroline-Michaelis-Str.1, Berlin
info.brot-fuer-die-welt.de
Kriegsvergewaltigung – (k)ein Ende in Sicht? Veranstaltung von medica mondiale mit der UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen, Rashida Manjoo, 01. Juli, 19:00 Uhr, taz-Cafe, Berlin

4,5 Millionen Menschen leiden im Südsudan unter Lebensmittelknappheit.
taz.de

Ein Platz für Edward Snowden: Der amerikanische Whistleblower erfuhr pünktlich zu seinem Geburtstag am 21. Juni 2015 in Dresden eine besondere Ehrung: In der Dresdner Neustadt wurde ein kleiner Platz auf dem Gelände Bautzner Straße 6 auf seinen Namen getauft. Mit dieser deutschlandweit ersten derartigen Ehrung möchte Markwart Faussner, Miteigentümer des Grundstückes, gemeinsam mit zwei weiteren Initiatoren den mutigen Einsatz von Whistleblowern weltweit und auch in Deutschland würdigen sowie für mehr Zivilcourage werben.
fundraiser-magazin.de

Newsletter abonnieren
Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten täglich den kompakten Digest mit dem wichtigsten europäischen Themen:
Vorherige Ausgaben

Weitere Politbriefings

Unsere Digibriefings