KW 27: Kaffee statt Menschenrechte, Kafala-System in Katar, Hochrangige Kolumbianische Militärs ermordeten Tausende

Kaffee statt Menschenrechte: Der UN-Sozialausschuss äußert sich sehr besorgt darüber, dass die Vertriebenen der Kaweri Kaffeeplantage in Uganda ihr Land bisher nicht wieder zurückbekommen haben. Er fordert die ugandische Regierung auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Rechte der Vertriebenen wiederherzustellen. Eigentümer ist die deutsche Neumann-Kaffeegruppe aus Hamburg, der Rechte zum Kaffeeanbau zugesprochen wurden.
fian.de

Der internationale Druck zeigt erste Folgen: Die Kommunikationsbehörde Katars teilte nun mit, das ein Gesetz vorbereitet würde, das umstrittene System abzuschaffen. Das Kafala-System steht seit Jahren in der weltweiten Kritik. Unter den Kafala-Regelungen sind ausländische Arbeiter, von denen in den vergangenen Jahren auf Baustellen für die WM-Endrunde Hunderte ihr Leben verloren, weitgehend entrechtet und der Willkür ihrer Arbeitgeber und der nationalen Behörden ihrer Wahlheimat ausgesetzt.
handelsblatt.com

Ist das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper ein Menschenrecht?: Linke-Chefin Kipping fordert die Abschaffung des Beratungszwanges im Paragraph 218, in dem Schwangerschaftsabbrüche geregelt sind. Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper gilt nicht uneingeschränkt als Recht. Voraussetzung sind Aufklärung und Zugang zu Mitteln der Geburtenkontrolle und das Recht schwangerer Frauen auf bestmögliche Gesundheitsversorgung. Viele Staaten kommen ihrer Verpflichtung, diese Rechte für alle Menschen ohne Diskriminierung zu gewährleisten, nur ungenügend nach. Die Folgen sind oft verheerend.
polenum.com

Hochrangige Kolumbianische Militärs ermordeten Tausende: Einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge haben sich die Militärs in den Jahren von 2002 bis 2008 des Mordes an 3.000-5.000 Menschen schuldig gemacht. Das Außergewöhnliche an der Praxis der “falsos positivos” war, dass die Armee gezielt in Armenvierteln besonders schutzlose Bewohner mit Versprechungen wie Arbeit an abgelegene Orte lockte und sie dann tötete, um ihnen Waffen und Kleidung anzulegen, die sie als “gefallene Guerilleros” erscheinen ließ.
amerika21.de

Vietnam lässt Menschenrechtler frei: Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, begrüsste in seiner Erklärung von 29.6.2015 sehr, dass der vietnamesische Menschenrechtsverteidiger und Anwalt Le Quoc Quan nach Verbüßen seiner Haftstrafe entlassen wurde. Anfang Juni konnte er ihn im Gefängnis besuchen und erlebte ihn als ungebrochenen und engagierten Gesprächspartner. Strässer appelliert an die vietnamesischen Behörden, ihm den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.
auswaertiges.amt.de

Türkische Behörden gegen Gay Parade in Istanbul: Mit schwerem Einsatz mit mehreren Verletzten lösten die Behörden der Stadt Istanbul die diesjährige Gay-Parade gewaltsam auf. Die Konsuln der Länder USA, Frankreichs und Englands hatten teilgenommen. Es hätte keine Genehmigung vorgelegen, heißt es aus Kreisen der Antiaufruhreinheiten der türkischen Polizei.
welt.de

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Wenn dies Eure Idee von Europa ist, dann könnt Ihr sie behalten.
Der italienische Regierungschef Renzi zum Scheitern einer verpflichtenden Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen in den EU-Mitgliedsstaaten. Die Aufnahme soll stattdessen nun freiwillig stattfinden.
tagesspiegel.de

Während in anderen Ländern Frauen gestärkt werden, werden sie im Iran bestraft. Die Förderung von Frauen in der Gesellschaft ist eine der bedeutenden Entwicklungen, die sich gegenwärtig in der Welt vollziehen. Und wenn wir etwas aus der Geschichte lernen können, dann das: Es gibt kein Regime, egal wie repressiv oder brutal es ist, das sich ewig gegen grundlegende Reformen halten kann.
Elaine Chao, ehemalige US-amerikanische Arbeitsministerin, auf einer Großveranstaltung in Paris, die sich für Demokratie und Menschenrechte im Iran sowie für Flüchtlingsschutz einsetzte.
menschenrechtsverein.org

Menschenrechtspreis der Stadt Esslingen: Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht an die brasilianische Umweltaktivistin Laísa Santos Sampaio für Ihr Engagement zur Verteidigung des Wald-Ökosystems im Amazonasgebiet. Santos Sampaio setzt sich gegen rechtswidrige Rodungen ein, protestiert gegen die Straffreiheit von illegal arbeitenden Holzfällern und fördert mit einem lokalen Frauenhandwerkerinnen-Projekt die nachhaltige Entwicklung. Bei Angriffen auf ihre Familie wurden ihre Schwester und ihr Schwager getötet, sie selbst wurde mehrmals bedroht.
swp.de

Internationaler Tag der Folteropfer: Die Zahl der Flüchtlinge steige und viele davon seien durch Krieg und Folter traumatisiert, sagt Selmin Çalışkan, die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland zum Internationalen Tag der Folteropfer am 26.6. Die traumatisierten Flüchtlinge bräuchten dringend Behandlungsmöglichkeiten und Deutschland müsse diese sicherstellen. Doch die Realität sieht leider anders aus: Viele Folteropfer erhalten diese dringend notwendige Versorgung nicht. Die auf die Behandlung von Folteropfern spezialisierten Zentren sind unterfinanziert und zum Teil in ihrer Existenz bedroht.
amnesty.de

Minderheiten in China: Die Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen erinnert an die Verantwortlichen der EU, die Chinesischen Gesprächspartner an die schlechte Lage der Minderheiten in China, Uiguren und Tibeter zu erinnern und Änderungen zu verlangen. Anlässlich des bevorstehenden Geburtstages des Dalaih Lamas am 6. Juli soll an sein Lebenswerk und seine politischen und friedlichen Initiativen erinnert werden.
gfbv.de

Menschenrechtsbewegung und Kampf gegen die Straflosigkeit in Argentinien: Veranstaltung des European Center for Constitutional and Human Rights mit Prof. Dr. Eugenio Raúl Zaffaroni, ehemaligem Richter am argentinischen Verfassungsgericht und Richter am Inter-Amerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte. Zunächst gibt es ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Zaffaroni und Wolfgang Kaleck. Dann folgt ein Kommentar von Guido Croxatto, Rechtsanwalt, zur Arbeit und Forschung von Prof. Dr. Zaffaroni. Im Anschluss gibt es Raum für Fragen und Kommentare. 21. Juli, 19:00 Uhr, ECCHR Berlin.
ecchr.eu

Baschir-Eklat Südafrika überlegt Internationalen Strafgerichtshof zu verlassen faz.net
Burundi UNO-Beobachter kritisieren Ablauf der Parlamentswahl deutschlandfunk.de
Unicef 239 Mio. Kindern wuchsen 2014 in Kriegs- und Krisengebieten auf unicef.de
Arbeitsbedingungen Leiharbeit, Minijob und Co. haben spürbare Folgen für das Privat- und Familienleben boeckler.de

Nur 6 von Tausend Menschen migrierten zischen 1995 und 2010 nach Europa bzw. Nordamerika. Damit waren die Bewegungen gegenüber den Zeitraum 1990 bis 1995 sogar rückläufig.
global-migration.info

Ich bin HIV-positiv. Berühr mich!: Mit dieser Aufforderung hat der Finne Janne Antin auf die Stigmatisierung HIV-Positiver aufmerksam gemacht. Ein sehr berührenden Video.
youtube.com

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