KW 28: OSZE-Konferenz in Berlin, Mehr Förderung für Sehbehinderte, Christopher Street Day in Köln

OSZE-Konferenz in Berlin: 300 Parlamentarier aus Nordamerika, Europa und Asien treffen sich zur Jahrestagung der OSZE in Berlin. Thema der Tagung ist die Rolle der Parlamente bei der Umsetzung der OSZE-Verpflichtungen. Zu Ende gehen soll die Tagung am Mittwoch mit der Verabschiedung einer Berliner Erklärung mit Empfehlungen an die nationalen Regierungen, Parlamente und die internationale Gemeinschaft in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft, Umwelt und Menschenrechte.
epochtimes.de

Mehr Förderung für Sehbehinderte: Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt eine stärkere Förderung von Literatur für Menschen mit Seh- und Lesebehinderung. Darüber hinaus sollten Bibliotheken und Bildungseinrichtungen mehr Mittel für den Ausbau ihrer Barriere­freiheit zur Verfügung stellen, heißt es in einer Mitteilung des Menschenrechtsinstituts. Anlass ist ein im Bundestag eingebrachter Gesetzentwurf der Bundesregierung für einen verbesserten Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken zugunsten von Menschen mit einer Seh- oder Lesebehinderung. Das Institut sieht den Entwurf kritisch. „Der Gesetzentwurf lässt offen, ob die Kosten für die Übertragung in ein barrierefreies Format von Menschen mit Seh- und Lesebehinderungen selbst getragen werden müssen“, sagte der Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention am Institut, Valentin Aichele.
institut-fuer-menschenrechte.de

Christopher Street Day in Köln: Zum zweiten Mal hat die Stadt lesbische Aktivistinnen aus fünf Kölner Partnerstädten zum CSD eingeladen. Zum Beispiel Gül Icel. Die Studentin aus Istanbul hat an der Galatasaray Universität den Studentenclub „LionQueer“ gegründet. Die Istanbuler Parade zum CSD wurde jedoch im vierten Jahr in Folge von den Behörden abgesagt. „Nur die kleinen Veranstaltungen, ohne große Öffentlichkeit, dürfen stattfinden“, berichtet Icel. In Tunesien, der Heimat von Bochra Triki und Sahar Yahiaoui, wird Homosexualität mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft. Lesbische Frauen werden oft doppelt diskriminiert: wegen ihres Geschlechts und wegen ihrer Homosexualität.
rundschau-online.de

Inklusion in deutschen Schulen: In der Diskussion berufen sich viele auf das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der UNO. Die entscheidende Frage für die Bildungspolitik, die in Deutschland immer noch Angelegenheit der Bundesländer ist, lautet: Darf ein Gymnasium, das sich u.a. als Eliteschule versteht, bestimmten Schülern den Zugang verwehren? Einige Bundesländer haben offenbar die Grenzen der Inklusion erkannt. So sollen in Niedersachsen einige Förderschulen erhalten bleiben. Nach Ansicht einiger Juristen sind die Grenzen der Inklusion zum Beispiel dann erreicht, wenn in einem konkreten Fall die finanziellen Mittel für entsprechende Maßnahmen fehlen. Besonders kostenintensiv sind Baumaßnahmen, um gehbehinderten Menschen den Zugang in Gebäuden und zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu gewährleisten. Die notwendige Barrierefreiheit wird in Deutschland bereits seit Jahren gefördert.
wikinews.org

UN-Menschenrechtsagentur bedauert die Vollstreckung der Todesstrafe in Japan: Es hat darüber informiert, dass am Freitag in Japan sieben Mitglieder der AUM-Sekte  hingerichtet wurden. Allerdings hat die Sprecherin auch ihr Mitgefühl für die Opfer der von AUM begangenen Verbrechen, einschließlich des Sarin-Gasangriffs auf die Tokyoter U-Bahn, ausgesprochen. Laut der Sprecherin ist es unbestreitbar wichtig, dass den Opfern dieser abscheulichen Verbrechen Gerechtigkeit widerfährt. Allerdings sei die Todesstrafe nicht der richtige Weg, da sie nur die Ungerechtigkeit verschärft und nicht abschreckender wäre, als andere Formen der Bestrafung.
sumikai.com

Geplantes Attentat gegen iranische Oppositionelle und deren Unterstützer in Paris: Ein iranischen Diplomat wurde in Deutschland (Bundesland Bayern) verhaftet und nun nach Belgien überführt. Das berichtete die Deutsche Welle und zitierte dabei den Bundesstaatsanwalt von Bamberg. Sein Büro für Öffentlichkeitsarbeit gab keine weiteren Informationen heraus, weil das Verfahren noch läuft.
ncr-iran.org

Germanwatch begrüßt den diese Woche verabschiedeten Konsens des ‚CSR-Forums‘ zur Verantwortung von Unternehmen in globalen Wertschöpfungsketten als Schritt zu mehr unternehmerischer Verantwortung, kritisiert aber gleichzeitig die darin festgeschriebenen Forderungen an die Bundesregierung als zu schwach. germanwatch.org

PRO ASYL bezweifelt, dass die libysche Küstenwache – wie von der Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung zum Europäischen Rat behauptet – zur Seenotrettung geeignet sein könnte und kritisiert die Ergebisse des Europäischen Rats als „Gipfel der Inhumanität“. proasyl.de
Reporter ohne Grenzen kritisiert das Klima der Gewalt vor den Wahlen in Mexiko und fordert, Verbrechen gegen Journalist_innen zu verfolgen. reporter-ohne-grenzen.de

ZITAT:

Mit der Vereidigung nach den Vorgaben der neuen türkischen Verfassung hat Präsident Erdogan nun umfangreichere Vollmachten als vorher. Somit trägt er persönlich eine noch größere Verantwortung für die Entwicklung der Türkei. Dies gilt sowohl für die Verankerung im Wertebündnis NATO als auch für die weitere Annäherung an die EU und die wirtschaftliche Entwicklung. Erdogan wird sein Land nur modernisieren und international wettbewerbsfähig machen können, wenn er die Partnerschaft mit dem Westen sucht.
Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, fordert: Erdogan muss die verfassungsmäßige Ordnung wiederherstellen und politische Gefangene freilassen.
cducsu.de

– Anzeige –
Sie lesen diesen Newsletter. Gute Entscheidung! Erreichen Sie Ihre Kunden, Wähler und Stakeholder auch mit einem Newsletter. Trotz der neuen Kommunikationsmöglichkeiten über soziale Netzwerke bleibt der Newsletter das effektivste digitale Marketingtool. Es gibt keinen direkteren Zugang für eine Botschaft zu einem Leser. Wir unterstützen Sie dabei, auch gelesen zu werden. Kontaktieren Sie uns:
newsletter@attentionmedia.de

ZAHL DER WOCHE

69 Technologiefirmen in Europa sind mehr als eine Milliarde Dollar wert, mehr als doppelt so viele wie noch 2014. Das zeigt eine neue Analyse der M&A-Beratung GP Bullhound. Die 69 erreichen mittlerweile einen Wert von 240 Milliarden Dollar.
manager-magazin.de

ZULETZT

Schmieden Sie heute einen Pakt gegen Trump?: US-Handelsstreit, Wirtschaftszusammenarbeit und Menschenrechte – Chinas Regierungschef Li Keqiang und Kanzlerin Merkel besprechen einiges.
bild.de





Kommentar verfassen