KW 32: Amnesty Deutschland fordert Einmischung für die Menschenrechte, Yücel-Haft vor den EUGMR, Mit Musik für Politik und Menschenrechte

Amnesty Deutschland fordert Einmischung für die Menschenrechte: Amnesty sieht dringenden politischen Handlungsbedarf und hat sechs Forderungen aufgestellt. Bis zum 24. September (Bundestagswahl ) kann man deshalb auf der Amnesty Webseite sich mit diesen Forderungen zum Schutz der Menschenrechte an alle Bundestagskandidat_innen in seinem Wahlkreis wenden: 1. Ja zum Flüchtlingsschutz, 2. Kein Platz für Rassismus, 3.Privatsphäre achten, 4. Menschenrechtsverteidiger schützen, 5. Rüstungsexporte besser kontrollieren, 6. Menschenrechte ins Kabinett.
amnesty.de

Yücel-Haft vor den EUGMR:  Auch der Verlag der Zeitungen „Die Welt“ und „Welt am Sonntag“ hat wegen der inzwischen rund ein halbes Jahr andauernden Inhaftierung seines Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg eingereicht. Die WeltN24 GmbH beanstande eine Verletzung ihrer Presse- und Berichterstattungsfreiheit, weil die grundlose Inhaftierung eine unmittelbare Vor-Ort-Berichterstattung aus der Türkei unmöglich mache, erklärte das Unternehmen in der „Welt“ vom Samstag. Der deutsch-türkische Journalist, der seit Mitte Februar in Untersuchungshaft sitzt, klagt selbst vor dem EGMR gegen seine Inhaftierung und wird dabei von der Bundesregierung unterstützt.
handelsblatt.com

Mit Musik für Politik und Menschenrechte: Die achtköpfige Ska-Punk-Band The Prosecution aus Regensburg machte in den vergangenen Monaten durch gemeinsame Auftritte mit Szene-Größen wie Rise Against oder Anti-Flag auf sich aufmerksam. Im Vergleich zu anderen Bands, die sich auch als politisch beschreiben, gehen Sie einen Schritt weiter und sammeln auf ihren Konzerten Geld für Vereine wie die Menschenrechtsorganisation „ProAsyl“. Worin liegt Ihre Motivation dafür? Bandmitglied Bernhardt: „Wir sind nicht allein als Musiker geboren und leben auch nicht allein dafür. Auch abseits der Musik versuchen wir die Leute zu unterstützen, bei denen wir der Meinung sind, dass sie gute Arbeit leisten. Das ist eine Leidenschaft von uns.“
gala.de

Deutsche Lepraärztin Ruth Pfau in Pakistan gestorben: Pfau sei im Alter von 87 Jahren in einer Klinik in Karachi friedlich eingeschlafen, teilte die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) am Donnerstag in Würzburg mit. Die gebürtige Leipzigerin kam 1960 nach Pakistan, wo dank ihrer Hilfe und ihres Einsatzes insgesamt mehr als 50.000 Menschen von Lepra geheilt wurden. Mit Unterstützung der DAHW baute Pfau in Karachi eine moderne Spezialklinik auf und errichtete in Pakistan ein flächendeckendes und bis heute funktionierendes Netz von Lepra- und Tuberkulosestationen. Diese versorgen auch Menschen in entlegenen Gebieten.
stern.de

Morden für Mohammed: Der Messer-Mörder von Barmbek, Ahmad A. hätte derweil gerne noch mehr Menschen den Tod gebracht, wie er den Behörden gestand. Christen und Jugendliche wären seine bevorzugten Ziele gewesen. Der 26-jährige Palästinenser hätte sich auch vorstellen können, die Menschen mit einem LKW umzubringen, bevor er sich dann doch beim Einholen von Toastbrot in der Edeka-Filiale für ein Messer als Tatwaffe entschied. Zwei Tage vor dem Anschlag habe er sich radikalisiert. Die Tat widmet er aber nicht dem IS, sondern direkt dem Propheten Mohammed. Eine Predigt in einer Barmbeker Moschee am Tattag, habe in ihm schließlich den Wunsch geweckt, zu morden.  Ob der Mann mittlerweile auf seine Psyche untersucht wurde, ist nicht bekannt.
ndr.de

Missbrauch und Folter: NGO Oxfam warnt EU: Menschen nicht an Flucht aus Libyen hindern. Die Hilfsorganisation Oxfam hat die EU-Mitgliedsstaaten davor gewarnt, Menschen an der Flucht aus Libyen zu hindern. Seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 herrscht Chaos in dem nordafrikanischen Staat. „Der Versuch der EU, sicherzustellen, dass Menschen Libyen nicht verlassen können, gefährdet mehr Männer, Frauen und Kinder, missbraucht oder ausgebeutet zu werden“, heißt es in einem Bericht von Oxfam.
stern.de

Syrien und Menschenrechte: „Ich gebe auf“: Nach fünf Jahren gibt Carla del Ponte ihren Posten in der Uno-Untersuchungskommission für Syrien ab. Sie sei lediglich als „Alibi-Ermittlerin“ eingesetzt worden.  Im September werde sie zum letzten Mal an einer Sitzung teilnehmen, sagte die 70-Jährige der schweizerischen Boulevardzeitung „Blick“. Das von ihr bereits verfasste Rücktrittsschreiben werde sie in den kommenden Tagen an die Kommission senden.
spiegel.de

„Venezuela ist keine Demokratie mehr“: Die Außenminister von Peru, Chile, Kolumbien, Panama, Costa Rica und Mexiko sind sich in ihrer Kritik an Staatschef Nioclas Maduro einig. Bei einem Sondertreffen in Perus Hauptstadt Lima beschlossen die Außenminister und ihre Vertreter, dass keine Entscheidungen der neuen Verfassungsgebenden Versammlung in Caracas akzeptiert würden. Die Versammlung war nach einer von Betrugsvorwürfen überschatteten Wahl installiert worden und kann als übergeordnetes Staatsorgan zentrale Weichenstellungen vornehmen. Das neue Gremium stellte sich über alle anderen Institutionen der Regierung. Es gab am Dienstag (Ortszeit) ein entsprechendes Dekret heraus.
blick.ch

Iran und Terrorgruppe Hamas vereinbaren bessere Zusammenarbeit: Neben der Inauguration des iranischen Präsidenten Rohani trafen sich Irans Noch-Außenminister Zarif und die Führung der den Gazastreifen regierenden Terrorgruppe Hamas. Die Hamas wird Attentate gegen Israelis verantwortlich gemacht. Trotz dieses Treffens begrüsste der deutsche Staatsminister im Außenamt Roth in Teheran eine bessere kulturelle Zusammenarbeit mit dem Iran.
haaretz.com, twitter.com

ZITAT:

Der Konflikt kann sich verselbstständigen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dem verbalen Krieg ein richtiger Konflikt folgen kann. Bei Trump ist nie klar, ob er so denkt wie er spricht, ob es Ausrutscher sind oder er wirklich mit dem Feuer droht. Wenn er damit einen atomaren Waffengang meint, dann hätte dies furchtbare Folgen weit über die Grenzen Koreas hinaus. Die politisch kultivierte Elite in den USA ist zu Recht alarmiert. Die Befürchtungen sind groß, dass hier jemand zündelt, der nicht merkt, was er damit auslösen könnte.
Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), fürchtet, dass sich der Konflikt um Nordkorea in einem Krieg münden könnte.
finanzen.net

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Save the date: Justitia et Pax wird 50 und feiert am 19. und 20.Oktober in der Katholischen Akademie in Berlin mit Festakt und öffentlichem Fachgespräch zu menschenwürdiger Arbeit und globalen Wertschöpfungsketten.
justitia-et-pax.de

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ZAHL DER WOCHE

17,25 Milliarden Dollar hat sich British American Tobacco (BAT) am Anleihemarkt besorgt. Trotz Rauchverboten, staatlichen Regulierungen und steigenden Preisen ist den Banken und Firmen am Anleihemarkt trotz der schlechten Nachrichten ein „Lucky Strike“, also ein Glücksgriff, gelungen. Offenbar haben die konkreten Gewinnzusagen der Briten mit Marken wie Lucky Strike, Pall Mall, Kent und Dunhill die Anleger sofort überzeugt.
handelsblatt.com

ZULETZT

Mit Nacktfotos gegen Sexismus: Nacktheit ist etwas Natürliches und muss nicht zwangsläufig etwas Sexuelles sein. Das möchte Sophia Vogel mit ihrem Projekt „With And Without“ der Welt nahe bringen. Die Berliner Fotografin macht Fotos von Menschen – einmal mit und einmal ohne Klamotten. Das steckt hinter der ungewöhnlichen Idee.“Wenn wir es recht überdenken, stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.“ Dieses Zitat von Heinrich Heine steht in fetten Lettern auf der Startseite von Sophia Vogels Webseite zu ihrem Fotoprojekt „With And Without“ zu lesen.
withandwithout.de





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