KW 32: Antisemitismus in Berlin am stärksten,Institut für Menschenrechte veröffentlicht Positionspapier zu Seenotrettung und Flüchtlingsschutz, Kanada kritisiert Menschenrechte in Saudi-Arabien

Antisemitismus in Berlin am stärksten: Die Bundeshauptstadt hat ein Problem mit Antisemitismus. In Berlin werden doppelt so viele Straftaten registriert wie in dem Bundesland mit den zweitmeisten Delikten. Die meisten Täter sind Deutsche. Bundesweit registrierte die Polizei demnach im ersten Halbjahr 401 antisemitische Straftaten, darunter zwölf Gewaltdelikte. 62 der in Berlin registrierten Taten seien nach Erkenntnissen der Polizei von „rechten Antisemiten“ begangen worden, berichtete die Zeitung. Bei acht Delikten seien Tatverdächtige mit „ausländischer Ideologie“ festgestellt worden, womit etwa israelfeindliche Migranten gemeint seien.
welt.de

Institut für Menschenrechte veröffentlicht Positionspapier zu Seenotrettung und Flüchtlingsschutz: Die EU muss menschenrechtlichen und seerechtlichen Verpflichtungen zur Seenotrettung gerecht werden. Seit Wochen spitzt sich die Situation im Mittelmeer für Schutzsuchende zu. Bei der Rettung schiffbrüchiger Menschen geht es um ein elementares Gebot der Menschlichkeit, welches im internationalen Seerecht verbrieft und dessen Erfüllung auch menschenrechtlich geboten ist.
institut-fuer-menschenrechte.de

Kanada kritisiert Menschenrechte in Saudi-Arabien: Saudi-Arabien schickt den kanadischen Botschafter nach Hause. Auslöser der Verwerfungen im Verhältnis beider Länder war ein Tweet der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland vom Donnerstag. Darin heißt es, Kanada sei ernsthaft besorgt wegen neuer Festnahmen von Aktivistinnen für die Zivilgesellschaft sowie Frauenrechte in Saudi-Arabien, einschließlich von Samar Badawi. „Wir bitten die saudi-arabischen Behörden dringend, sie und alle anderen friedlichen Menschenrechtsaktivisten freizulassen.“ Samar ist die Schwester des bekannten Bloggers Raif Badawi, der ebenfalls in Saudi-Arabien inhaftiert ist. Seine Ehefrau Ensaf Haidar hat gemeinsam mit ihren drei Kindern erst vor kurzem die kanadische Staatsbürgerschaft erhalten.
focus.de

Rassismus in Italien: Laut dem italienischen Statistikamt ISTAT ging die Zahl der begangenen Straftaten zwischen 2007 und 2016 insgesamt um 25 Prozent zurück.  Das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) sammelt die Zahlen zu Hassverbrechen in Italien. Dazu gehören Strafdelikte wie Beleidigungen, aber auch Körperverletzungen, bei denen der Täter aus rassistischen, fremdenfeindlichen oder sexistischen Motiven handelt. 2016 zählt das ODIHR 803 Hassverbrechen auf, darunter 109 Verbrechen, bei denen das Opfer körperlich angegriffen wurde. 339 Verbrechen waren rassistisch oder fremdenfeindlich motiviert. Die Zahl der Hassverbrechen stieg über die Jahre. 2015 waren es 596, 2014 596, 2013 472 und 2012 71. Der Sprung zwischen 2012 und 2013 ergebe sich durch bessere Aufzeichnungsmethoden der Behörden in Italien, teilte das ODIHR der Nachrichtenseite “Euro News” mit.
huffingtonpost.de

Gegen neue Wehrpflicht: Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, hat einer Rückkehr zur Wehrpflicht oder der Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht eine Absage erteilt. „Der Staat darf nicht beliebig in Biografien eingreifen.“ Statt solche „Gespensterdebatten“ zu führen, müsse der Bundesfreiwilligendienst attraktiver gemacht werden, sagte Schneider. Es brauche eine Erhöhung des Taschengelds von derzeit 300 Euro pro Monat, Entlastungen bei Nahverkehrstickets und mehr Teilzeitangebote. „Wir Wohlfahrtsverbände wollen keine Rückkehr zu einem Zwangsdienst, wir setzen auf Freiwilligkeit“, sagte Schneider. Derzeit seien 39.000 sogenannte Bufdis im Einsatz. „Wenn wir die nötige Finanzierung gesichert bekämen, könnten wir auch mehr junge Menschen beschäftigen“, so Schneider. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte die Debatte um ein allgemeines Dienstjahr angestoßen.
extremnews.com

Gibt es ein Recht auf Migration?: Gibt es das Recht, staatliche Grenzen zu ignorieren – also ein Recht auf Migration? Die Antwort hat etwas Flirrendes, Ambivalentes, jedenfalls, wenn man die Sache normativ betrachtet und nicht, wie es leider Mode ist, bloß opportunistisch danach schielt, wie man Rechtspopulisten besänftigt. Die Vereinten Nationen beschlossen 1948 die Allgemeinen Menschenrechte. Im Zweiten Weltkrieg waren mehr als 50 Millionen vor Terror, Krieg, Verfolgung geflüchtet oder als Zwangsarbeiter verschleppt worden. In Artikel 13 der Allgemeinen Menschenrechte heißt es: „Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen sowie in sein Land zurückzukehren.“ Es gibt somit das Menschenrecht auf Ausreise.
deutschlandfunkkultur.de

Amnesty International: „Es wird ein dunkler Tag für die Freiheit des Internets“: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International übt starke Kritik an Googles Vorhaben in China. „Es wird ein dunkler Tag für die Freiheit des Internets, wenn Google Chinas extremen Zensurregeln nachkommt, nur um den Marktzugang zu erhalten“, sagt Patrick Poon, ein in Hongkong ansässiger Forscher in einem Statement von Amnesty. „Es ist unmöglich erkennbar, wie ein solcher Schritt mit Googles Motto ‚Mach das Richtige‘ vereinbar ist, und wir fordern das Unternehmen auf, den Kurs zu ändern“, so Poon weiter. Amnesty stellt zudem die Frage, was mit den persönlichen Daten der Nutzer geschehe und ob diese an die chinesischen Behörden weitergegeben würde, falls diese dies beantragen.
businessinsider.de

ZITAT:

Afrikas Jugend wird sich nicht auf die Flucht begeben. 42 von den 54 afrikanischen Ländern hatten im vergangenen Jahr ein höheres Wirtschaftswachstum als Deutschland. Das zeigt, welche enorme Dynamik Afrika entwickeln kann. Der Anteil Afrikas am weltweiten Handel beträgt aber nur zwei Prozent – die EU hat einen Anteil von fast 40 Prozent. Und: Die afrikanische Bevölkerung wird sich bis zum Jahr 2050 auf mehr als 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln, was zur Folge hat, dass jedes Jahr 20 Millionen junge Menschen zusätzlich auf den Arbeitsmarkt drängen werden.
Entwicklungsminister Gerd Müller fordert von der deutschen Wirtschaft, sich mehr in Afrika zu engagieren.
welt.de

– Anzeige –
Sie lesen diesen Newsletter. Gute Entscheidung! Erreichen Sie Ihre Kunden, Wähler und Stakeholder auch mit einem Newsletter. Trotz der neuen Kommunikationsmöglichkeiten über soziale Netzwerke bleibt der Newsletter das effektivste digitale Marketingtool. Es gibt keinen direkteren Zugang für eine Botschaft zu einem Leser. Wir unterstützen Sie dabei, auch gelesen zu werden. Kontaktieren Sie uns:
newsletter@attentionmedia.de

ZAHL DER WOCHE

2 Prozent kostet derzeit ein Baukredit im Durchschnitt – für 20 Jahre. Damit sind die Zinsen für langfristige Baudarlehen in Deutschland auf den tiefsten Stand des Jahres gefallen.
faz.net

ZULETZT

CSU-Chef Horst Seehofer will bald bei Twitter loslegen: Wenn es einen deutschen Politiker gibt, der Freund und Feind in ähnlich nachhaltiger Weise irritieren kann wie US-Präsident Trump, dann ist es der Bundesinnenminister. Tweets des Zuschnitts „Markus Söder ist ein toller Ministerpräsident“ sind da eher nicht zu erwarten. Womöglich will da einer seinen Frust ablassen? Das kann ja heiter werden.
weser-kurier.de





Comments are closed.