KW 40: Moria – gibt es so nicht mehr, Menschenrechtsarbeit hat Erfolg, Antisemitismus

Moria – gibt es so nicht mehr. NGOs in der Kritik.: Im Frühjahr waren es 1, 5 Millionen, nun erneut 250.000, die – und das ist nur ein Beispiel -, die Caritas Österreich für Moria gesammelt hat. Zur Zeit des Brandes von Moria befanden sich auf Lesvos 12.800 Flüchtlinge, wobei die Zahlen wohl eher frisiert waren, und es vermutlich nur 10.000 waren.Seien wir großzügig und sagen inklusive der Gehälter und Adminskosten in Wien hat die Caritas von ihren 1,75 Millionen 150.000 ausgegeben, dann verblieben noch immer für jeden Flüchtling (inklusive aller Kinder und Jugendlichen), wenn man die wohl geschönten Zahlen zugrunde legt, ca 130 Euro.Und die Caritas ist nur eine unter vielen Organisationen, die den Eindruck erwecken, das Problem Moria ließe sich mit Geldflutungen beheben. In einer kleinen Recherche komme ich auf ca. 4. Millionen, die in Europa für Moria gespendet wurden.Es wäre dringend an der Zeit… über diese Art der Geldsammelei ein wenig nachzudenken.
jungle.world

Menschenrechtsarbeit hat Erfolg.: Deutschland und 46 weitere Staaten verurteilen Unterdrückung und Hinrichtungen im Iran. UN-Menschenrechtsrat: Deutschland und 46 weitere Staaten fordern gemeinsam ein Ende der Hinrichtungen, der Folter und der Unterdrückung von Regimegegnern und Demonstranten im Iran. Darunter sind EU-Staaten wie Frankreich, Österreich, Schweden und Italien, sowie Großbritannien, die Schweiz, Australien und Kanada. Menschenrechtsgruppen begrüßen diese Initiative.
menschenrechtsverein.org

Antisemitismus.: Als Gründungsmitglied des Koordinierungsrates freue ich mich über dieses Beispiel gelungener Antisemitismusarbeit. Der evangelische Filmpfarrer Christian Engels beschreibt in seinem Format “Filmschow” in seiner lockeren , unterhaltsamen , aber intensiven Art ein Phänomen , dass immer dringlicher einer öffentlichen Aufmerksamkeit bedarf. Dafür benutzt er ein Medium und ein Format, mit er auf schon vorhandene Beispiele der Auseinandersetzung mit gesellschaftlich wichtigen Themen hinweist. Dies ist auch gut so und findet die Unterstützung des Koordinierungsrates gegen Antisemitismus. Christian Zimmermann, Gründungsmitglied und langjähriger Geschäftsführer.
p4-r5-00752.page4.com

Libyen: Der Amnesty-Bericht verdeutlicht die für Geflüchtete brutalen Folgen der menschenrechtswidrigen Zusammenarbeit der EU mit Libyen.
amnesty.de

Der Safe Abortion Day wurde 1990 zum ersten Mal von der Frauenrechtsbewegung in Lateinamerika ausgerufen, um eine Dekriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen zu erwirken. 2011 wurde der 28.09. als internationaler Aktionstag ausgerufen. In Deutschland werden die Aktionen vom „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung getragen, an dem medica mondiale beteiligt ist. Zum safe abortion day weist medica mondiale darauf hin, dass in Pandemiezeiten in vielen Ländern sexuelle und reproduktive Rechte massiv gefährdet sind.
medicamondiale.org

Lieferkettergesetz: 230 Kirchenführer aus 43 Ländern machen sich für menschenrechtliche Verantwortung stark. Die katholische Kirche erhöht weltweit den Druck für die Verabschiedung von Gesetzen, die Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und der Umwelt verpflichten. 233 Bischöfe aus 43 Ländern haben mittlerweile die Erklärung „Sorgfaltspflichten für globale Lieferketten“ unterzeichnet, wie die Entwicklungsorganisation Misereor am Montag mitteilte.
fr.de

Maschinenbauer empören sich über Müllers Lieferkettengesetz: Kein Unternehmer und kein Verband kämpfe gegen Menschenrechte, so Verbandschef Welcker. „Wir wehren uns lediglich gegen ein miserabel gemachtes Gesetz, bei dem bewusst unklar bleibt, wer für was haften soll.“ Die Kausalkette zwischen Zuständigkeit und Haftung werde ignoriert. Das Gesetz schaffe keine Rechtssicherheit, sei praxisfern und bürokratisch. Zuvor hatte Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), die Pläne des Ministers für ein Lieferkettengesetz als „weltfremd“ bezeichnet. Das Beschlussverfahren für das Gesetz befinde sich „an der Grenze zur Unseriosität“.
handelsblatt.com

Leave no one behind.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird die deutsche Entwicklungspolitik im Rahmen des Reformprozesses „BMZ 2030“ bis 2021 – zum Ende der laufenden Legislaturperiode des Deutschen Bundestages – neu aufstellen. Eine erste Einschätzung der Maßnahmen und zu erwartenden Auswirkungen hat VENRO im März 2020 vorgenommen.1 Mit dieser Reform werden die Themen Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung und Inklusion als ein Qualitätsmerkmal von insgesamt sechs Qualitätsmerkmalen zusammengefasst.
venro.org

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7. Oktober 2020. In einem Webinar, offen für alle, wird über feministische Ansätze der Außen- und Sicherheitspolitik gesprochen. Zunächst gibt euch Victoria Scheyer in einem Lightning Talk eine Einführung in das Thema. Danach könnt ihr an einer von drei Breakout-Sessions teilnehmen und euch mit alternativen Ansätzen und aktuellen Beispielen beschäftigen: wilpf.de

15. Oktober. Mit einer Zoom-Veranstaltungsreihe befasst sich das Deutsche Institut für Menschenrechte noch bis 15. Oktober jeweils um 18.30 Uhr mit Themen wie „Obdachlosigkeit und das Recht auf Wohnen“ (am 1. Oktober), dem „Nexus von Klimawandel und Menschenrechten (am 8. Oktober) und der „Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für das Betreuungsrecht“ (am 15. Oktober). institut-fuer-menschenrechte.de

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ZAHL DER WOCHE

52.000.000.000 Euro will der Bund zwischen Oktober und Dezember mit Bundeswertpapieren bei Investoren einsammeln. Das sind sechs Milliarden Euro mehr als ursprünglich geplant. In diesem Zeitraum – nämlich am 4. November – wird Deutschland auch seine zweite grüne Bundesanleihe begeben. Sie wird eine fünfjährige Laufzeit haben und fünf Milliarden Euro schwer werden.
deref-gmx.net

ZULETZT

Schutz für Indigene: Allianz von mehr als 160 Organisationen und Einzelpersonen äußert anlässlich des im GBF (Global Biodiversity Framework) festgeschriebenen 30%-Ziels bei der geplanten Ausweisung von Schutzgebieten Bedenken wegen fehlender Schutzklauseln für indigene Völker und lokale Gemeinschaften.
assets.survivalinternational.org

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