KW 46: Dramatische Szenen an polnisch-belarussischer Grenze, Reporter ohne Grenzen fordert Zutritt zur Sperrzone, machbar-Konferenz 2021

Flüchtlinge: An der Grenze zwischen Polen und Weissrussland spielen sich gegenwärtig dramatische Szenen ab. Tausende Migranten drängen nach Europa, den Ruf «German! German!» skandierend. Offenbar glauben sie, wenn sie nur Deutschland erreichten, dann hätten sie es geschafft und seien in Sicherheit und Wohlstand angekommen. Dies ist das Ergebnis falscher Signale und einer gescheiterten Politik, die nun zur zweiten grossen EU-Migrationskrise binnen weniger Jahre zu führen drohen – diesmal von außen gesteuert.
nzz.ch

Amnesty erinnert daran, dass die Schutzsuchenden an der polnisch-belarussischen Grenze das Recht auf ein Asylverfahren haben. Seit einigen Monaten verzeichnet die Bundespolizei eine steigende Zahl geflüchteter Menschen aus Irak, Syrien und anderen Staaten, die über Belarus und Polen in Deutschland Schutz suchen. Zeitgleich verschärft sich eine Debatte über stärkere Kontrollen an der deutsch-polnischen Grenze sowie Forderungen nach befestigten Mauern und Zäunen an den EU-Außengrenzen.
amnesty.de

PRO ASYL und andere zivilgesellschaftliche Organisationen fordern von der neuen Bundesregierung, kranke und traumatisierte Flüchtlinge nicht abzuschieben und entsprechende Gesetzesverschärfungen der Vorgängerregierung zurückzunehmen.
proasyl.de

Reporter ohne Grenzen fordert die polnischen Behörden auf, Medien den Zutritt zur Sperrzone an der Grenze zu Belarus zu ermöglichen. Seit dem 2. September gilt ein Ausnahmezustand, der es Journalistinnen und Reportern verbietet, einen etwa drei Kilometer breiten und 418 Kilometer langen Gürtel zu betreten. RSF fordert, diesen Ausnahmezustand für die Pressefreiheit unverzüglich zu beenden.
reporter-ohne-grenzen.de

Lieferkettengesetz, Kobalt-Problem im Kongo: Deutsche Unternehmen müssen künftig darauf achten, dass ihre Lieferanten Menschenrechte achten und die Umwelt schonen. Doch eine Umfrage zeigt, dass die meisten Firmen die daraus entstehenden Risiken stark unterschätzen. Dabei ist bereits eine Verschärfung der Vorschriften geplant.
welt.de

Politische Botschaft auf Trikots: Slogans auf den Trikots, keine Sponsorentermine: Dänemarks Fußballer haben für die WM in Katar nicht nur sportliche Ziele – sondern wollen das Thema Menschenrechte vor Ort öffentlich machen.
spiegel.de

ZITAT:

Wir haben es nicht geschafft, dass Europa ein einheitliches Asylsystem hat, und immer noch haben die Schleuser die Oberhand.

Fatina Keilani, Redaktorin der „Neuen Zürcher Zeitung“ in Berlin.
nzz.ch

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FIAN bietet im November (und Dezember) eine Online-Fortbildung zum Recht auf Wasser in fünf Modulen an.
fian.de

Die machbar-Konferenz 2021 des Netzwerks Agenda 2030 widmet sich am 2. Dezember um 15.30 Uhr der Frage, wie wir Ernährung, Klima und Gesundheit zusammendenken können.
venro.org

„Frauen, Frieden und nachhaltige Entwicklung“ : Thema bei der dritten Ausgabe einer Ringvorlesung zur Agenda 2030 bei der giz am 22. November um 18.00 Uhr.
engagement-global.de

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novalis.tv. – Wir erzählen Geschichten mit all ihren Facetten. Unsere Reportagen sind hautnah dabei und dank unserer Realisatoren mit Regieerfahrung eindrucksvoll und ästhetisch umgesetzt.
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ZAHLEN DER WOCHE

Im Oktober sind in Guatemala 80 Frauen ermordet worden, ein neuer Höchststand von Fällen im aktuellen Jahr. Insgesamt sind bis Ende Oktober 538 Frauen getötet worden. Das zeigt ein Bericht der zivilgesellschaftlichen Organisation Grupo de Apoyo Mutuo (GAM). Auch die Zahl der Morde insgesamt stieg im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr, nämlich um 19,26 Prozent auf 3.380 Personen an.
amerika21.de

ZULETZT

Südafrika und Apartheid: Mit einer Videobotschaft hat sich der verstorbene Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger Frederik Willem de Klerk posthum für die langjährige Rassentrennung in Südafrika entschuldigt. Die F.-W.-de-Klerk-Stiftung veröffentlichte die Videobotschaft wenige Stunden nach dem Tod des 85-Jährigen. Darin entschuldigt sich der letzte Präsident des Apartheid-Regimes „ohne Einschränkungen“ für das „Leid, den Schmerz und die Demütigung“ des Großteils der Südafrikaner.
zeit.de

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