KW 47: Landkarte der Kinderrechte, Haltung gegen rechte Hetze und Gewalt würdigen, Inklusion ist kein Menschenrecht?

Landkarte der Kinderrechte: Kinder haben Rechte. Dieses Verständnis der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) ist auf der höchsten gesetzlichen Ebene vieler Bundesländer angekommen. In 14 Bundesländern sind Kinderrechte in der Verfassung verankert. Ausnahmen bilden lediglich Hamburg und Hessen. Die Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte hat anlässlich des Jahrestages zur Verabschiedung der Kinderrechtskonvention durch die UN-Generalversammlung die Regelungen zu Kinderrechten aus allen Landesverfassungen in einer Landkarte zusammengestellt.
landkarte-kinderrechte.de

Haltung gegen rechte Hetze und Gewalt würdigen: Die Verleihung des Regine-Hildebrandt-Preises 2017 findet durch Martin Schulz und die stellvertretende SPD-Vorsitzende und Vorsitzende der Jury Manuela Schwesig am 26. November im Berliner Willy Brandt-Haus statt. Preisträger sind in diesem Jahr der Verein Natur- und Lernwerkstatt Schochwitz aus Sachsen-Anhalt und der Verein Sport- und Bildungsschule KAHRAMANLAR –  Die Brühler Helden e.V. aus Nordrhein-Westfalen. Mit dem Regine-Hildebrandt-Preis, der am Todestag seiner Namensgeberin verliehen wird, werden das Engagement für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit, ein klares Bekenntnis für Zusammenhalt sowie eine klare Haltung gegen rechte Hetze und Gewalt gewürdigt.
spd.de

Inklusion ist kein Menschenrecht?: Die Inklusion in Niedersachsen wird gedrosselt. SPD und CDU hatten sich am Donnerstag auf den Koalitionsvertrag geeinigt, der die Zusammenarbeit der schwarz-roten Koalition in den nächsten fünf Jahren regeln soll. Geplant ist unter anderem, 1.000 neue Lehrer einzustellen, die Kita-Gebühren ab kommendem Sommer abzuschaffen und das Tempo bei der Inklusion an Schulen zu drosseln. Zudem sollen 1.500 neue Stellen bei der Polizei geschaffen werden. Die SPD hatte dem 138 Seiten starken Vertrag am Samstag zugestimmt. Am Dienstagmittag wollen ihn Stephan Weil (SPD) und Bernd Althusmann (CDU) unterzeichnen – der letzte Schritt auf dem Weg zur schwarz-roten Koalition im Land.
berliner-kurier.de,

Für Menschenrechte international engagieren: Noch bis 1. Dezember 2017 läuft die aktuelle Bewerbungsrunde für den internationalen Freiwilligendienst über das Programm Kulturweit. Junge Erwachsene zwischen 18 und 26 können damit sechs oder zwölf Monate bei Bildungs- und Kultureinrichtungen im Ausland arbeiten. Dafür gibt es monatlich 350 Euro, Reisekostenzuschüsse sowie Sprachkurse. Voraussetzung ist ein Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Los geht es für Interessenten, die sich bis Anfang Dezember bewerben, am 1. September 2018. Träger von Kulturweit ist die Deutsche Unesco-Kommission in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und verschiedenen Partnern, darunter das Goethe-Institut und der Deutsche Akademische Austauschdienst.
fr.de

Performance für Zusammenleben und Menschenrechte: Schon zum dritten Mal veranstaltet das Maxim-Gorki-Theater ganze 16 Tage lang seinen Berliner Herbstsalon. Wie bereits in den Vorjahren dreht sich das 16-tägige Event wieder um die Themen Zusammenleben in Zuwanderungsgesellschaften, Ankommen, Fortgehen und um Menschenrechte. Damit sorgten die Performances bereits in der Vergangenheit für viel Diskussionsstoff. Unter Intendantin Shermin Langhoff beteiligen sich in diesem Jahr rund 100 Künstler aus allen Sparten der Kunstwelt – von Plakaten über Performances bis hin zur Ausstellung. Der bekannteste Beitrag des diesjährigen Festivals aber sind wohl die drei Busse, die jetzt schon vor dem Brandenburger Tor zu sehen sind. Aber auch an anderen Orten in Mitte gibt es kostenlose Kunst zu sehen. Täglich finden zudem Führungen durch die Ausstellungen statt. Diese haben unter der Woche von 16 bis 23 Uhr, am Wochenende bereits ab 13 Uhr geöffnet.
abendblatt-berlin.de

UN verurteilt Länder wegen der schlechten Menschenrechtslage: Der Dritte Ausschuss der UN-Generalversammlung hat Resolutionen über die Verletzung von Menschenrechten im Iran, in Nordkorea und in Syrien verabschiedet. In der Resolution zum Iran wird Besorgnis wegen angeblich ernsthafter Beeinträchtigung und Einschränkung der Gedanken-, Gewissens-, Religions- und Gesinnungsfreiheit sowie wegen zahlreicher Todesstrafen im Land geäußert. Gegen die Resolution stimmten 30 Länder, darunter Russland, China, Indien und Venezuela.
ncr-iran.org

AUS DEN NGOs:

„Simbabwe ohne Mugabe“: KASA veröffentlicht kirchliche Pressemitteilungen zu den aktuellen Geschehnissen in Simbabwe und Forderungen zivilgesellschaftlicher Organisationen nach einer friedlichen Lösung und der Rückkehr zur verfassungsgemäßen Ordnung.
kasa.de

Reporter ohne Grenzen fordert die lückenlose Aufklärung des Mordes an der maltesischen Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia. reporter-ohne-grenzen.de

„terre des hommes“ nimmt teil an einer Konferenz in Bogota zu Folgen von Umweltverschmutzung und Klimawandel für die Menschenrechte von Kindern. frauenrechte.de

Zum Tag der Toleranz erinnert der Verband binationaler Familien und Partnerschaften an die Kraft des Zusammenhaltens. verband-binationaler.de

ZITAT:

Klimawandel ist keine Bedrohung, er ist Realität. Weltweit wurden allein im letzten Jahr 24 Millionen Menschen durch Naturkatastrophen zu Vertriebenen. Schon jetzt haben Menschen im Pazifik ihre untergehenden Inseln endgültig verlassen und anderenorts Zuflucht suchen müssen. Hunderte Millionen nicht nur dort, sondern in vielen Küstenzonen der Erde könnten gezwungen sein, ihnen zu folgen, wenn wir nicht umsteuern.
Dr. Martin Bröckelmann-Simon, Geschäftsführer von MISEREOR zur Klimakonferenz in Bonn.
zusammen-gut.de

TERMINE [powered by politcal.de]

23.11. Internationalen Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“. TERRE DES FEMMES veranstaltet eine Fahnenaktion am Brandenburger Tor zu weiblicher Genitalverstümmelung direkt vor der CHANGE plus Abschlusskonferenz „Mädchen schützen! Gemeinsam gegen weibliche Genitalverstümmelung“ ab 11.00 Uhr im Europäischen Haus (Unter den Linden 78).
frauenrechte.de

Bis 27. November zeigt die Heinrich-Böll-Stiftung „Where love is illegal“ Fotografien von Lesben, Schwulen, Queers und Transgender aus Tunesien.
calendar.boell.de

– Anzeige –
Sie lesen diesen Newsletter. Gute Entscheidung! Erreichen Sie Ihre Kunden, Wähler und Stakeholder auch mit einem Newsletter. Trotz der neuen Kommunikationsmöglichkeiten über soziale Netzwerke bleibt der Newsletter das effektivste digitale Marketingtool. Es gibt keinen direkteren Zugang für eine Botschaft zu einem Leser. Wir unterstützen Sie dabei, auch gelesen zu werden. Kontaktieren Sie uns:
newsletter@attentionmedia.de

23.11. 19:00. Veranstaltung „Transparenz und Haftung entlang der Lieferkette – Wie weit geht unternehmerische Verantwortung?“ vom Forum Unternehmen und Menschenrechte im Sarah Wiener Restaurant beim „Hamburger Bahnhof“ in Berlin.
unternehmen-menschenrechte.org

30. November. 18.00 Uhr. SODI e.V. (Solidaritätsdienst International e.V.) diskutiert im taz-Café in Berlin (Rudi-Dutschke-Straße 23) mit Gästen, wie die Menschenrechtssituation von Roma in Deutschland und Europa verbessert werden kann.
sodi.de

ZAHL DER WOCHE

20 Prozent könnte die Wirtschaft der OECD laut einer Studie der Citigroup wachsen, wenn die Mitgliedsländer der Organisation die Gleichstellung der Frauen stärker vorantreiben würden.
bloomberg.com

ZULETZT

Israeli darf nicht mitreisen. …schlimm: „Dass es darüber keinen Aufschrei der Empörung gibt, ist schlimmer. Es ist besorgniserregend für unser Verständnis von Demokratie und Menschenrechten.” Das Urteil des Frankfurter Gerichtes und die Zustimmung zu dem Urteil in den sozialen Netzwerken sieht Springer Vorstandschef Döpfner als indirektes Gutheißen . Es ist ein Fall, der wütend macht: Ein in Deutschland lebender Israeli kauft bei den Kuwait Airways ein Flugticket nach Bangkok, fährt zum Flughafen in Frankfurt – aber wird nicht mitgenommen. Weil er Israeli ist.Und als wäre das nicht genug, hat jetzt das Landgericht in Frankfurt die Klage des Israelis abgewiesen. Er wollte befördert und wegen Diskriminierung entschädigt werden.
huffingtonpost.de





Comments are closed.