KW 48: Polizeigewalt im Stadion, Preis für Menschenrechte und gegen Rassismus, Nicholas Opiyo mit Deutschen Afrika-Preis ausgezeichnet

Polizeigewalt im Stadion: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte zieht die Konsequenz aus einer Gewaltorgie. Vor 10 Jahren fand ein folgenschweres Lokalderby in München statt: Bayern gegen 1860 . Im Eingangsbereich steht die Polizei Spalier und knüppelt wild auf die Menge ein. Die Hauptzugänge sind abgesperrt, Fluchtmöglichkeiten gibt es keine. Draußen geht die Gewaltorgie weiter, manche werden bis zum naheliegenden Giesinger Berg verfolgt. Erst nach 10 Jahren erhielten die Opfer prügelnder Polizisten Recht und Entschädigung. Sie mussten bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen.
lto.de

Preis für Menschenrechte und gegen Rassismus: Die Amadeu Antonio Stiftung und die Stadt Eberswalde würdigen mit einem Preis Engagement für Menschenrechte, gegen Rassismus und Diskriminierung. Die Ehrung ist mit 3000 Euro dotiert. Der Preis erinnert an den Angolaner Amadeu Antonio. Er gilt als eines der ersten Todesopfer rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung. Im November 1990 wurde der 28 Jahre alte Gastarbeiter von Rechtsextremen zu Tode geprügelt. In diesem Jahr sind sieben bundesweite Projekte und Initiativen für die Ehrung nominiert.
amadeu-antonio-stiftung.de

Nicholas Opiyo mit Deutschen Afrika-Preis ausgezeichnet: Nicholas Opiyo, Menschenrechtsanwalt aus Uganda, hat den Deutschen Afrika-Preis 2017 der Afrika-Stiftung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Allianz Forum in Berlin überreicht bekommen. Den Preis erhielt Nicholas Opiyo für seinen Einsatz als Menschenrechtsanwalt und Gründer der Nichtregierungsorganisation Chapter Four Uganda bei der Verteidigung von Menschenrechten und politischen Freiheiten in Uganda. Opiyo setzt sich sowohl pro bono für Einzelschicksale in kleinen Fällen als auch häufig als Gegner der Regierung in prominenten Gerichtsfällen ein. Er hat sich zu einem der maßgeblichen Meinungsführer und einer wichtigen Stimme für die Durchsetzung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Uganda entwickelt.
deutsche-afrika-stiftung.de

Internationaler Tag zur Abschaffung von Gewalt gegen Frauen 1: Zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November 2017 erklärt das Deutsche Institut für Menschenrechte: „Am 1. Februar 2018 tritt die Konvention des Europarates gegen Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt, die sogenannte Istanbul-Konvention, für Deutschland in Kraft. Die Konvention gibt Staat und Zivilgesellschaft alle nötigen Vorgaben an die Hand, um Frauen effektiver vor Gewalt zu schützen und ihre Rechte zu gewährleisten.“
institut-fuer-menscghenrechte.de

Internationaler Tag zur Abschaffung von Gewalt gegen Frauen 2: Doch Gewalt gegen Frauen und andere Formen der Frauenverachtung finden immer noch systematisch an vielen Orten der Welt statt. Es gibt kein Land in der Welt, wo es eine komplette Gleichberechtigung gibt. In vielen Ländern werden Frauen immer noch wie Bürger zweiter Klasse behandelt, die nicht in der Lage sind, selbst zu arbeiten, wählen, heiraten, kleiden oder einfach nur frei zu leben.
ncr-iran.org

Erfolg gegen die Straflosigkeit: Der „Schlächter vom Balkan“, Ratko Mladic, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Aber viele bosnische Überlebende warten immer noch auf (materielle) Anerkennung ihres Leids. Die Lage in Bosnien Herzegowina ist weiterhin wirtschaftlich und politisch angespannt. An eine breite gesellschaftliche Anerkennung und Ausgleichsleistungen an die Hinterbliebenen der ca. 8000 Opfer des Völkermordes von Srebreniza ist noch nicht zu denken.
abendblatt.de

Sklavenhandel mit Flüchtlingen: Nach einem CNN-Bericht über Sklavenhandel in Libyen hat die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini eine engere Zusammenarbeit zwischen der EU und der Afrikanischen Union (AU) angekündigt. „Wir können die Berichte über die Behandlungen von Migranten durch andere Menschen nicht ignorieren“, sagte Mogherini bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Moussa Faki Mahamat, dem Präsidenten der Kommission der Afrikanischen Union.
zeit.de

„Mobilität ist ein Menschenrecht!“: Demonstranten fordern: Den Binger Hauptbahnhof endlich barrierefrei machen! Der Binger Hauptbahnhof in Bingerbrück soll aus den Negativschlagzeilen herauskommen und seiner Bezeichnung endlich für alle Benutzer gerecht werden. „Mobilität ist ein Menschenrecht!“, hieß es jetzt bei einer Demonstration zum barrierefreien Ausbau des Hauptbahnhofs.
rhein-zeitung.de

Amnesty-Bericht bestätigt: Die Rohingya in Myanmar werden bereits seit Jahrzehnten systematisch diskriminiert und ausgegrenzt.  amnesty.de
Pro Asyl fordert die Absetzung von Abschiebungen. Am 6. Dezember sollen Abschiebungen nach Afghanistan stattfinden. proasyl.de
Reporter ohne Grenzen berichtet über Honduras und prangert die dortigen menschenrechtlichen und bürgerrechtlichen Verhältnisse deutlich an. reporter-ohne-grenzen.de
terre des hommes und Welthungerhilfe: 25. Bericht zu Wirklichkeit der Deutschen Entwicklungspolitik. welthungerhilfe.de
International Campaign for Tibet begrüßt die Proteste in Fußballstadien während der Spiele der chinesischen U20-Mannschaft in Deutschland. savetibet.de

ZITAT:

Jegliche Gewalt an Mädchen und Frauen muss aktiv bekämpft werden. Vergewaltigung als Mittel der Kriegsführung ist ein besonders perfides Mittel, um Frauen zu brechen. Die Unterstützung der nach Deutschland geflohenen jesidischen Mädchen und Frauen, die von der Terrororganisation des sogenannten Islamischen Staates (IS) sexuell missbraucht und versklavt wurden, ist uns daher ein wichtiges Anliegen. Physische und psychische Verletzungen wirken meistens lange nach, oft ein Leben lang. Diese Verbrechen verstoßen gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Täter müssen dingfest gemacht und zur Verantwortung gezogen werden.
Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand, zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
cducsu.de

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Ein Jahr Friedensabkommen – wie hat sich Kolumbien verändert? Podiumsdiskussion bei der Heinrich-Böll-Stiftung am 7. Dezember um 18.30 Uhr.
calendar.boell.de

Am 7. Dezember, 19.00 Uhr, im Afrika-Haus Berlin (Bochumer Straße 25 in 10555 Berlin) geht es in der Reihe „crossings and alliances“ der Hirschfeld-Eddy-Stiftung um Strategien gegen Homo- und Transphobie in Nigeria.
afrikahaus-berlin.de

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ZAHL DER WOCHE

34,3 Prozent der Wirtschaftskraft zahlten Bürger und Unternehmen in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 2016 durchschnittlich an Steuern und Abgaben – ein neuer Rekordwert. In Deutschland lag die Steuer- und Abgabenquote bei 37,6 Prozent, 0,5 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor.
wiwo.de

ZULETZT

Meghan Markle und Prinz Harry: Sie ist Schauspielerin, setzt sich für Menschenrechte ein, spricht über Geschlechtergleichheit, designt Mode – und ist bald die nächste Prinzessin der Windsors in Großbritannien: Das Paar habe sich im November entschieden zu heiraten, hieß es in einer Mitteilung auf dem Twitter-Account des Clarence House, dem Sitz von Prinz Charles. Prinz Harry habe Königin Elizabeth II. und enge Familienmitglieder in Kenntnis gesetzt.
sueddeutsche.de





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