KW 51: Gewalt in Flüchtlingsheimen wegen religiöser Disparitäten, Unionsfrauen sind für das Verbot der Vollverschleierung, Schweizer Bundesgericht befürwortet das Kopftuch als Menschenrecht

Gewalt in Flüchtlingsheimen wegen religiöser Disparitäten: Trotzdem lehnt das Deutsche Institut für Menschenrechte eine separate Unterbringung nur aufgrund der Religionszugehörigkeit ab. Dies sei erst notwendig, wenn es einen echten Schutzbedarf gebe. Der effektivste Gewaltschutz aber bestehe darin, Menschen nicht in überfüllten Massenunterkünften unterzubringen, sondern in möglichst wohnungsähnlichen Heimen. Angesichts der momentanen Flüchtlingssituation wohl eher schwierig.
deutschlandradiokultur.de

Unionsfrauen sind für das Verbot der Vollverschleierung: Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner und die stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) machen sich erneut für ein Verbot der Vollverschleierung bei muslimischen Frauen stark. Für den CDU-Parteitag in Karlsruhe rufen die beiden Unionsfrauen in einer gemeinsamen Erklärung zur Verteidigung des Selbstbestimmungsrechts der Frau auf und erläutern ihre Ablehnung von Burka und Nikab.
polenum.com

Schweizer Bundesgericht befürwortet das Kopftuch als Menschenrecht: Die Föderation islamischer Dachorganisationen Schweiz (FIDS) begrüsst den Entscheid des schweizer Bundesgerichts, wonach das Kopftuchverbot ein unrechtmässiger Eingriff in die Glaubens- und Religionsfreiheit ist. Für die betroffene Schulgemeinde und die SVP ist das Kopftuch ein Integrationshindernis.
blick.ch

Friedensbemühungen für Syrien?: Von Saudi-Arabien ausgewählte Syrische Oppositionsgruppen tagten in Riad unter der Federführung der Saudis über ein gemeinsames Vorgehen und die Aufstellung einer “Verhandlungsdelegation”. Saudi-Arabien will damit beweisen, dass es sich um Frieden in Syrien bemüht.
deutsche-tuerkische-nachrichten.de

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Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org

Menschenrechtsaktivistin Leyla Yunus auf Bewährung frei: Leyla Yunus, Vorsitzende der NGO “Institute for Peace and Democracy” und eine der bekanntesten Menschenrechtlerinnen in Aserbaidschan, wurde am 30. Juli 2014 wegen Vorwürfen des Landesverrats, der Steuerhinterziehung, der Fälschung, des Betrugs und des Unterhaltens illegaler Geschäftsbeziehungen festgenommen.
amnesty.de

Weltweit 128 getötete Journalisten: Die Nichtregierungsorganisation Press Emblem Campaign (PEC) teilte dies in ihrem am Montag in Genf veröffentlichten Jahresbericht mit. Traurige Höhepunkte waren der vom jemenitischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida verübte Anschlag auf die französische Satirezeitung “Charlie Hebdo” in Paris. Nur wenige Tage später enthauptete die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien den japanischen Journalisten Kenji Goto.
blick.ch

Gefahr für Umweltjournalisten: Seid 2010 sind allein 10 Umweltjournalisten getötet worden. Reporter ohne Grenzen prangert anlässlich des Klimagipfels tödliche Gefahren für Umweltjournalisten an. Besonders in Asien und Indien seien die Journalisten bedroht, wenn sie Umweltvergehen anprangern.
reporter-ohne-grenzen.de

In Erinnerung an den Tag der Menschenrechte: Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer erklärte anlässlich des Internationalen Tag der Menschenrechte seine Zuversicht, dass der “Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte” 2016 fertiggestellt werden kann. Sein Ziel ist die Umsetzung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte. Diese besagen, dass Staaten in der Pflicht sind, Menschenrechte zu schützen.
auswaertiges-amt.de

Amnesty: fordert zum Tag der Menschenrechte, Schutzsuchende weltweit würdig aufzunehmen amnesty.de
Das Bundeszentrum für Folteropfer BZFO: fordert zum 10. Dezember eine schnellere Versorgung traumatisierter Geflüchteter epo.de
Food First Informations- und Aktions-Netzwerk FIAN: fordert zum 10.12. die Bundesregierung zur Ratifizierung des Beschwerdeverfahrens zum UN-Sozialpaket auf. Das wird auch zu seinem neuen Jahresthema, in dessen Rahmen es ein ganzes “Webinar- Angebot” gibt fian.de
Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland LSVD: widmete sich am 10.12. der Menschenwürde von LSBTI (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transtender, Intersexuelle) lsvd.de
Die Vereinigung Evangelischer Missionen VEM: startet zum 10. Dezember ihre Menschenrechtsaktion 2016 “Zuflucht ist ein Menschenrecht” vemission.org
Das Deutsche Institut für Menschenrechte DIMR: nimmt sich zum Internationalen Tag der Menschenrechte das Thema Rassismus an institut-fuer-menschenrechte.de

ZITAT

Wir dürfen uns nicht auf eine Diskussion über angebliche bestehende regionale Ausprägungen der Menschenrechte einlassen. Damit zeigen wir uns nicht tolerant, sondern wir spielen das Spiel derjenigen, die die Menschenrechte verletzen. Denn sie sind es, die die Menschenrechte zu relativieren versuchen. Opfer von Menschenrechtsverletzungen hingegen betonen gerade deren Universalität.
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer, hebt die Universalität der Menschenrechte hervor.
genf.diplo.de

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Buchvorstellung vom ECCHR: Das ECCHR als Gastherausgeber und Forschungsjournal sozialer Bewegungen stellte zum Internationalen Tag der Menschenrechte das Themenheft “Menschenrechtsbewegung in Deutschland” vor, welches Ende des Monats erscheint.
forschungsjournal.de

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Veranstaltungen vom Institut für Menschenrechte: Im Januar geht es weiter mit der Veranstaltungsreihe “Transnational Justice” vom Institut für Menschenrechte.
institut-fuer-menschenrechte.de

ZAHL DER WOCHE

Rund 37,6 Mrd. Dollar haben Nicht-OECD-Länder im dritten Quartal 2015 in erneuerbare Energien investiert – mehr als die OECD Länder, bei denen etwas mehr als 32 Mrd. Investitionen in erneuerbare Energien zu Buche schlagen.
bloomberg.com

ZULETZT

Ein Klempner fordert Schadensersatz, weil sein Pick-up in einem IS-Foto auftaucht: Ein Klempner in Texas verkauft seinen Pickup, wenig später taucht ein Bild des Wagens auf, das mit dem IS in Verbindung gebracht wird. Nun fordert der Klempner Schadenersatz von dem Autohändler, welchem er sein Auto verkauft hat. Weil Firmenname und Telefonnummer noch lesbar waren, wurde er per Telefon bedroht, sein Geschäft hat gelitten.
sueddeutsche.de

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