KW 09: Rassismus in Deutschland, Internationaler Frauentag, Gauck ermahnt die Türkei

Rassismus in Deutschland: UN-Experten zeigen sich besorgt über den strukturellen Rassismus in Deutschland: Nach Einschätzung einer Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen ist Rassismus in Deutschland weit verbreitet. Die UN-Expertenkommission für Menschen afrikanischer Herkunft sei äußerst besorgt über die Diskriminierung, sagte ihr Vorsitzender Ricardo Sunga am Montag. Menschen afrikanischer Herkunft fürchteten um ihre Sicherheit und mieden bestimmte Orte. Immer wieder seien sie Hass und Gewalt ausgesetzt. So genanntes racial profiling durch die Polizei sei ein Beispiel für strukturellen Rassismus hierzulande.
dw.com

08. März: Internationaler Frauentag – Frauenrechte sind Menschenrechte!:“Der internationale Frauentag ist die wichtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann.“ (Clara Zetkin, 1911). Terre des Femmes veranstaltet anlässlich des Internationalen Frauentages mehrere Aktionen in deutschen Städten.
frauenrechte.de

Stand-up for Human Rights: In diesem Jahr greifen viele Jugendbegegnungen unter dem Slogan „Get up, Stand up for Human Rights“ das Thema „Krieg und Menschenrechte“ auf. Die Entstehung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte steht in unmittelbarem Zusammenhang zu den verheerenden Geschehnissen im Zweiten Weltkrieg. Auch heute drohen Menschenrechtsverletzungen oder sind bereits im Gange. Spiele, Workshops und Besuche von Gedenk- und Kriegsgräberstätten werden den Themenkomplex greifbar und anschaulich machen und zum eigenen Einsatz für Menschenrechte ermutigen. Dabei sollen Fragen nach dem Verhältnis von Menschenrechten und Krieg diskutiert werden.
finanznachrichten.de

Vorsitzender des BT-Menschenrechtsausschusses zu Gast: Der Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Matthias Zimmer, besuchte in der vergangenen Woche erstmals das Institut für Menschenrechte, die nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands. Er tauschte sich mit Prof. Dr. Beate Rudolf, dessen Direktorin  und Vorsitzenden der „Globalen Allianz der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen“, über die Rolle des Bundestages und des Instituts bei der Förderung und beim Schutz der Menschenrechte in und durch Deutschland aus. Welche Bedeutung Nationale Menschenrechtsinstitutionen weltweit für den Menschenrechtsschutz besitzen, kam dabei ebenso zur Sprache wie die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele (Agenda 2030).
institut-fuer-menschenrechte.de

Gauck ermahnt die Türkei: Die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel bewegt Deutschland. Jetzt hat sich auch Bundespräsident Joachim Gauck zu dem Fall geäußert. „Wir können in Deutschland nicht nachvollziehen, warum diese Attacke auf die Pressefreiheit notwendig ist. Uns fehlt das Verständnis“, sagte Gauck vor den Vertretern ausländischer Medien im Schloss Bellevue.
sueddeutsche.de

Betreibt DITIB Spionage in Deutschland?: Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz hatte festgestellt, dass mindestens 13 Imame Informationen über angebliche Gegner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach Ankara geliefert haben. Er fand aber keinen Hinweis darauf, dass die DITIB als Organisation eingebunden war. Die CDU in NRW fordert nun die Ausweisung der Imame. DITIB ist mit rund 900 Moscheen der größte Moscheenverband in Deutschland. Formal ist DITIB ein unabhängiger deutscher Verein, die Imame in den DITIB-Moscheen werden aber von der türkischen Religionsbehörde Diyanet entsandt und bezahlt.
zeit.de

Rotes Kreuz gegen Sklaverei: Diese Promis setzen sich ein!: Hollywood setzt ein Zeichen für Menschenrechte. Seit 2013 spricht sich die Non-Profit-Bewegung END IT aktiv gegen moderne Sklaverei aus. Unterstützung bekommt sie vor allem von Stars wie Ashton Kutcher (39), Kristen Bell (36), Tony Hawk und Carrie Underwood (33). Die Promis malen sich ein rotes Kreuz auf die Haut, um damit auf Instagram und Co. Bewusstsein für das Thema zu schaffen.
promiflash.de

Christenverfolgung in Ägypten: Der Islamische Staat im Sinai hat den Kopten in Ägypten den Krieg erklärt. Nach einigen gezielten brutalen Morden von Familienvätern vor ihren Familien verlassen nun die Christen das Land. Mit neun Millionen Gläubigen sind die ägyptischen Kopten die größte christliche Minderheit im gesamten Nahen Osten. Regelmäßig kommt es zu Übergriffen wie Kidnapping gegen Lösegeld, Überfällen oder Brandanschlägen – vor allem in Mittelägypten. „Niemals hätte ich geglaubt, dass dies einmal in Ägypten passiert“, twitterte der Blogger „Big Pharao“.
zeit.de

UN-Generalsekretär Guterres brandmarkt Populismus: UN-Generalsekretär António Guterres hat in Genf im Menschenrechtsrat vor wachsendem Populismus gewarnt. „Wir sehen immer öfter das perverse Phänomen von Populismus und Extremismus“, sagte Guterres zum Auftakt der Sitzung des Menschenrechtsrats in Genf. Populismus und Extremismus verstärkten sich gegenseitig, durch Rassismus, Fremdenhass, Antisemitismus, antimuslimischen Hass und andere Formen der Intoleranz. Das Gremium soll die Menschenrechte überwachen. Es nimmt jedes Land der Welt unter die Lupe und kann unabhängige Berichterstatter bestellen, die die Lage dort gesondert untersuchen.
zeit.de

Human Rights Watch: Pakistanische Behörden haben seit Juli 2016 durch Gewalt und Drohungen fast 600.000 Afghanen zurück nach Afghanistan gezwungen, so Human Rights Watch in einem im Februar veröffentlichten Bericht. Darunter sind 365.000 registrierte Flüchtlinge. Dies ist seit Jahren die größte Zahl an Flüchtlingen, die zur Rückkehr gezwungen werden. Die Rückkehrer sind in Afghanistan mit einem sich verschärfenden bewaffneten Konflikt, Gewalt, Armut und erneuter Vertreibung konfrontiert.
hrw.org

Harry Belafonte: Kämpfer für die Menschenrechte: Harry Belafonte wird am 1. März 90 Jahre alt. Obwohl der New Yorker Sänger, Schauspieler und Bürgerrechtler in bitterarme Verhältnisse hineingeboren wurde, gelang ihm eine unvergleichliche Karriere. Mit seinem Album „Calypso“ schrieb Belafonte 1956 Pop-Geschichte. „Mir ist bewusst, dass wir heute in einer Welt leben, die überquillt vor Grausamkeit und Zerstörung. Unsere Erde fällt auseinander, unser Geist stumpft ab, unsere moralischen Ziele und unsere schöpferischen Visionen kommen uns abhanden. Und doch glaube ich fest daran, dass unsere beste Zeit noch vor uns liegt.“
nachrichten.at

Regieren die Geheimdienste die USA?: Amerikas Präsident gegen Amerikas Sicherheitsbehörden, das ist ein ewiger Kampf. Schon Dwight D. Eisenhower stöhnte über den „militärisch-industriellen“ Komplex, der die USA im Griff halte. FBI-Chef J. Edgar Hoover erpresste gleich mehrere Präsidenten mit brisanten Informationen. Der CIA wird verdächtigt, bei der Ermordung von John F. Kennedy seine Finger im Spiel gehabt zu haben. Das FBI leitete die Ermittlungen zum Einbruch im Watergate-Hotel, der schließlich Richard Nixon aus dem Amt kegelte.
wiwo.de

ZITAT

Wir möchten einstimmig und emphatisch unserer Missbilligung des Klimas von Fanatismus und Nationalismus Ausdruck verleihen, das wir in den Vereinigten Staaten und so vielen anderen Ländern bemerken.
Mit einem bislang einmaligen Vorgang appellieren die fünf Nominierten für den besten nicht-englischsprachigen Film, darunter also auch Maren Ade, an den Respekt für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und kulturelle Vielfalt. Ihr offener Brief wurde am Vorabend der Oscarverleihung veröffentlicht.
berliner-zeitung.de

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Menschenrechtsakademie „Nationaler und internationaler Menschenrechtsschutz“. Ziel ist es, die Teilnehmer_innen mit Materialien, Dokumenten und Instrumenten des Menschenrechtsschutzes vertraut zu machen und sie darin zu unterstützen, mit und für die Menschenrechte zu arbeiten. Neben Vorträgen, Gruppen- und Textarbeiten werden auch kreative und erfahrungsorientierte Methoden der Menschenrechtsbildung genutzt sowie Ressourcen der Menschenrechtsarbeit vorgestellt. 2.03.2017 bis 16.03.2017,Burg Liebenzell.
institut-fuer-menschenrechte.de

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ZAHL DER WOCHE

3.533 Angriffe gegen Flüchtlinge gab es im vergangenen Jahr in Deutschland. Im Jahr 2016 hat es durchschnittlich zehn Angriffe auf Flüchtlinge pro Tag gegeben, auch auf Kinder. Aber nicht nur die geflüchteten Menschen wurden attackiert. Auch Helfer und Hilfsorganisationen werden gezielt angegriffen. Allerdings gehen die Gewalttaten offenbar zurück.
welt.de

ZULETZT

Oscar für den Iran – ein Politikum: Zurecht wurde „The Salesman“ von der internationalen Kritik gefeiert und erhielt jetzt auch den Oscar als bester fremdsprachiger Film. Ohne Frage eine der politischten Entscheidungen der Oscarnacht. Doch wenn Regisseur Asghar Farhadi, der aus Protest nicht zur Preisverleihung gereist war, Trumps Reiseverbot kritisiert, muss er, so fordern exiliranische Aktivisten, aber auch die Schicksale der Millionen Iraner, der Minderheiten, der oppositionellen Filmemacher und der kritischen Schauspielerinnen anklagen, die inhaftiert, gefoltert oder ermordet wurden oder im Exil leben müssen.
iraniansforum.com

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