KW 10: 8. März – Internationaler Weltfrauentag, Amnesty will Impfschutz für Mediziner, Deutscher Frauenrat für „Lieferkettengesetz für Frauen“

8. März – Internationaler Weltfrauentag: Am 7. März 1979, wenige Wochen nach dem Umsturz im Iran, befahl Ayatollah Khomeini, dass Frauen iranische staatliche Einrichtungen nur noch mit Kopftuch betreten dürften. Daraufhin kam es im Zuge des internationalen Frauentages am 8. März zu zahlreichen Demonstrationen gegen die Zwangsverschleierung. Die Islamisten mussten daraufhin ihr Dekret vorläufig zurücknehmen. „Befreiungsbewegung der iranischen Frauen im Jahre Null“ ist der Titel eines Films, den Frauen der „Gruppe Politik und Psychoanalyse“ aus Frankreich 1979 im Iran gedreht haben, um die Botschaft der iranischen Frauen weiterzugeben: „Freiheit ist nicht östlich und nicht westlich, sondern universell“. youtube.com

Amnesty will Impfschutz für Mediziner: Die Menschenrechtsorganisation fordert angesichts von 17.000 Toten im medizinischen Bereich und einer sich weltweit verschärfenden Ungleichheit beim Zugang zu Impfstoffen schnellen Impfschutz für medizinisches Personal. amnesty.de

Deutscher Frauenrat für „Lieferkettengesetz für Frauen“: Von einem wirksamen Lieferkettengesetz würden insbesondere Frauen profitieren. Der DF bemängelt daher, dass das Gesetz nur für wenige, große Unternehmen und ihre direkten Zulieferer, nicht aber entlang der Wertschöpfungskette Anwendung finden soll. Auch nach dem aktuellen Entwurf können Opfer, die von schweren Menschenrechtsverletzungen durch deutsche Unternehmen oder ihre Zuliefer*innen betroffen sind, ihre Rechte nicht vor deutschen Gerichten einklagen. frauenrat.de

FIAN sieht beim Lieferkettengesetz großen Nachbesserungsbedarf in punkto Geschlechtergerechtigkeit: Global Policy Forum, FIAN Deutschland, Women Engage for a Common Future, die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt, das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, FEMNET, der Marie-Schlei-Verein und TransFair/Fairtrade Deutschland weisen darauf hin, dass im vorliegenden Referent*innenentwurf für ein Lieferkettengesetz Geschlechtergerechtigkeit nicht ausreichend berücksichtigt ist. Der von der Bundesregierung vorgestellte Kompromiss spiegelt Deutschlands Verpflichtungen, gegen Frauendiskriminierungen vorzugehen, nicht angemessen wider. fian.de

Gesellschaft für bedrohte Völker: Die GfbV erinnert an die alltägliche Gewalt, der Frauen in Xinjiang (Uiguren) seit Jahren ausgesetzt sind. „Das unmenschliche Lagersystem, das die chinesische Regierung dort installiert hat, ist dabei nur die Spitze des Eisberges“, erklärt Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung. „Denn auch außerhalb der Lager sind sexualisierte Gewalt und weitere schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen sehr verbreitet. Ihre Haushalte werden überwacht, oft müssen sie in Han-Haushalten wie Sklavinnen leben. Erzwungene Abtreibungen, Sterilisierungen und Zwangsverheiratung mit Han-Chinesen sind die besonders barbarischen Auswüchse dieser Kampagne.“ gfbv.de

LSVD begrüßt die Verabschiedung des LSBTI-Inklusionskonzepts: Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland hat die Verabschiedung des LSBTI-Inklusionskonzepts für die Auswärtige Politik und die Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung begrüßt. Die Bundesrepublik schließe sich damit Ländern wie Kanada, Schweden oder den Niederlanden an, die schon vor Jahren solche Konzepte umsetzen würden, heißt es in einer Pressemitteilung. lsvd.de

KOK fordert mehr Schutz für die von Menschenhandel betroffenen Frauen*: Die Situation für von Menschenhandel betroffene Frauen* ist derzeit besonders kritisch. Dabei finden Menschenhandel und Ausbeutung weiterhin in zahlreichen Bereichen, bspw. in der Landwirtschaft, in der Pflege oder in haushaltsnahen Dienstleistungen statt. Auch sexuelle Ausbeutung oder Ausbeutung von Bettelei und das Ausnutzen von strafbaren Handlungen sind nach wie vor verbreitet. kok-gegen-menschenhandel.de

medica mondiale zur Bundestagswahl: Die Organisation fordert feministische Antworten auf sexualisierte Gewalt. Die neu noch zu wählende Bundesregierung steht deshalb vor der Aufgabe, gemeinsam mit internationalen Partner:innen tragfähige Lösungen für eine geschlechtergerechte Bewältigung der Pandemie zu entwickeln. Nur mit einer Gesamtstrategie, die auch die Ursachen von Gewalt gegen Frauen in den Blick nimmt, können wirksame Maßnahmen entwickelt werden, die an den Wurzeln der Gewalt ansetzen. medicamondiale.org

DIMR fordert mehr Schutz für Mädchen und Frauen mit Behinderungen: Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert anlässlich des 8. März, den Gewaltschutz für Frauen und Mädchen mit Behinderungen gesetzlich zu stärken. Dafür bedürfe es Nachbesserungen am Entwurf des Teilhabestärkungsgesetzes im parlamentarischen Verfahren. institut-fuer-menschenrechte.de

ZITAT:

Wir brauchen ein starkes Lieferkettengesetz, das zivilrechtliche Haftung und den Schutz der Menschenrechte entlang der Wertschöpfungsketten vorsieht. Der aktuelle Entwurf ist kein Lieferkettengesetz für Frauen! Im parlamentarischen Verfahren muss gleichstellungspolitisch nachgebessert werden„, fordert Lisi Maier, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrats. frauenrat.de

STELLENAUSSCHREIBUNG [powered by politcal.de]: Reporter ohne Grenzen bietet eine unbefristete Vollzeitstelle „Referent*in für Pressearbeit in Berlin“. reporter-ohne-grenzen.de

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ZAHL DER WOCHE

94 Tonnen Gold haben Vermögensverwalter in den vergangenen zwei Wochen verkauft. Gold wirft keine Zinsen ab, es gilt jedoch als ausfallsicheres Investment. Die Bundesbürger haben aus Tradition ein Faible für das Edelmetall: Umfragen zufolge halten 25 Prozent aller Deutschen über 18 Jahre Gold. handelsblatt.com

ZULETZT

EU-Abgeordnete wollen deutlich strengeres Lieferkettengesetz als Bundesregierung. Den Abgeordneten im EU-Parlament schwebt ein deutlich strengeres Lieferkettengesetz vor als der Bundesregierung. Eine Entschließung, die am Montag im Plenum der Brüsseler Volksvertretung zur Debatte stand, sieht auch für kleine und mittlere Unternehmen weitreichende Sorgfaltspflichten zur Einhaltung der Menschenrechte entlang ihrer Lieferkette vor. Die Parlamentarier fordern zudem, dass europäische Unternehmen auf Schadensersatz für Menschenrechts- und Umweltverstöße verklagt werden können. 24matins.de

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