KW 10: Corona WHO, Reiseveranstalter: Offen über Menschenrechtssituation der Länder informieren, Der Anne-Klein-Frauenpreis geht 2020

Corona WHO: Covid-19 tödlicher, aber weniger ansteckend als die Grippe. WHO-Chef Tedros Adhanom zog am Dienstag einen Vergleich zwischen dem Coronavirus und der saisonalen Grippe.Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, sämtliche Atemschutzmasken des Landes zu beschlagnahmen und an die zu verteilen, die sie benötigten.Die US-Notenbank hat wegen der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus ihren Leitzins überraschend um einen halben Prozentpunkt gesenkt.In Berlin wurde am Dienstagabend der sechste Fall bestätigt. Weltweit haben sich laut dem Berliner Robert Koch-Institut inzwischen rund 90.900 Menschen in 73 Ländern nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.
tagesspiegel.de

Reiseveranstalter: Offen über Menschenrechtssituation der Länder informieren: Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) weist darauf hin, dass auch Staaten, die wegen Menschenrechtsverletzungen immer wieder in der Kritik stehen, so unter anderem die Volksrepublik China, Kuba, Saudi Arabien, Ägypten, die Malediven oder die Türkei. Während die Messe-Vertretungen ihr Land immer im besten Licht darstellen, haben Reiseveranstalter eine ethische Verantwortung, ihre Kunden offen über die Menschenrechtssituation im Land zu informieren und faire Hinweise über die Situation der Frauenrechte, die Religionsfreiheit oder bezüglich politischer Gefangene im Reiseland zu geben. Für die Veranstalter gelte daher das Motto: Bewusst Reisen heißt fair informieren!“, erklärt Martin Lessenthin, IGFM-Vorstandssprecher.
latina-press.com

Der Anne-Klein-Frauenpreis geht 2020: an die Menschenrechtlerin und Frauenaktivistin Prasanna Gettu aus Chennai, Indien. Die Kriminologin ist eine bemerkenswerte und mutige Verteidigerin der Menschenrechte und der Rechte der Frauen auf ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben in Würde und Gesundheit. Sie hat 2001 die Organisation International Foundation for Crime Prevention & Victim Care (PCVC) gegründet, die in Indien von Gewalt betroffene Frauen konkret unterstützt. Prasanna Gettu setzt sich besonders für die Überlebenden von Brand- und Säureattacken ein. Die Juryvorsitzende Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sagt: „Indien ist eines der frauenfeindlichsten Länder unter den großen Nationen der Welt. Gesellschaftliche und zwischenmenschliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist weit verbreitet. Prasanna Gettu nimmt das nicht hin. Sie stemmt sich politisch und mit konkreten Unterstützungsangeboten für betroffene Frauen gegen diese Gewalt.
boell.de

(EGMR) Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschied am Dienstag (Urt. v. 3.3.2020, Az. 66448/17, Baş v. Turkey).Nach dem gescheiterten Putsch im Sommer 2016 waren tausende türkische Richter und Staatsanwälte entlassen und verurteilt worden. Hunderte wandten sich an den EGMR, der ihnen wiederholt Recht gibt: Untersuchungshaft darf nur aufgrund eines begründeten Verdachts verhängt werden und Inhaftierte müssen in angemessenen zeitlichen Abständen einem Richter vorgeführt werden. Dem hat die Türkei nicht Genüge getan, wie der Hakan Baş war Richter in der Provinz Kocaeli in der Türkei. Im Zuge des Putsches im Sommer 2016 gehörte er zu den 2.735 Richtern und Staatsanwälten, die aus dem Dienst entlassen und umgehend in Untersuchungshaft genommen wurden. Baş wurde später wegen Mitgliedschaft in der von der Türkei als terroristisch eingestuften und für den Putsch verantwortlich gemachten Gülen-Bewegung zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.
lto.de

Assange Prozeß vertagt: In einem offenen Brief an die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Bärbel Kofler, fordert die Internationale Liga für Menschenrechte die sofortige Freilassung des Enthüllungsjournalisten Julian Assange aus humanitären Gründen. Sie fordert angemessene Gesundheitsfürsorge, Zugang zu allen Akten für seine Verteidigung, Schutz vor Auslieferung an die USA, Ausreise nach Australien oder Asyl in den Mitgliedsstaaten der EU. Die Organisation kritisiert das Desinteresse der Bundesregierung an dem Fall und pocht auf universelle Menschenrechte.
rubikon.news

NTERVIEW: Rechtsprofessorin: «Unternehmen wollen verbindliche Regeln für die Sorgfaltsprüfungen»: Die Zürcher Rechtsprofessorin Christine Kaufmann befasst sich seit Jahrzehnten mit der Umsetzung von Menschenrechten in der Wirtschaftswelt. Sie fordert stärke Spielregeln, die Konzerninitiative gehe aber sehr weit.
luzernerzeitung.ch

Naturschutz muss wehrhaft werden: Dieses Paradigma, geboren aus dem Kampf gegen Wilderei und illegalen Handel mit Tieren, hat besonders auf dem afrikanischen Kontinent dramatische Folgen. Immer wieder gibt es Zusammenstöße zwischen lokaler Bevölkerung und schwer be­waffneten Rangern. Menschenrechtsgruppen sprechen von systematischen Repressionen. Naturschützer und Geldgeber, darunter deutsche Behörden, tun die Exzesse als bedauerliche Einzelfälle ab. Laut kongolesischem Naturschutzgesetz dürfen keine Menschen in Nationalparks siedeln. Das soll die Gorillas schützen. Doch für die Pygmäen sind die Wälder Heimat. Pygmäen-Organisationen wie CAMV reichten Klage gegen Kongos Regierung ein. Sie erwirkten Zugeständnisse: Landrechte außerhalb des Parks, Schulbildung, Gesundheitsversorgung, Beteiligung an den Gewinnen aus dem Tourismus.
taz.de

ZITAT:

Es ist einfach unerträglich zu wissen, dass heute Nacht wieder Kinder mit ihren Eltern völlig durchnässt und verzweifelt im Matsch sitzen und darauf hoffen, nach Europa zu gelangen“, … „Statt einer Abschottungspolitik brauchen wir schnelle Hilfe und eine europäische Politik der Kinder- und Menschenrechte
sagt Carsten Montag, Vorstand der Kindernothilfe e.V.
kindernothilfe.de

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Den Anne-Klein-Frauenpreis 2020 der Heinrich-Böll-Stiftung bekommt am 6. März um 19.00 Uhr die indische Kriminologin und Frauenrechtlerin Dr. Prasanna Gettu verliehen.
boell.de

„Karlsruhe hat den §217 aufgehoben – was nun?“ fragen FNF und HU bei ihrer gemeinsamen Veranstaltung „Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben“ am 9. März um 18.00 Uhr in der Humboldt-Universität, Lichthof Ost im Hauptgebäude, Unter den Linden 6 in 10117 Berlin. freiheit.org

„Frauen Frieden Sicherheit. 20 Jahre UN-Resolution 1325“ sind Anlass und Thema bei den „Gesprächen zur Internationalen Zusammenarbeit der giz am 5. März um 19.00 Uhr) (Reichpietschufer 20 in 10785 Berlin).
giz.de

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ZAHL DER WOCHE

5.9 Milliarden Euro Bilanzgewinn hat die Bundesbank für 2019 ausgewiesen – so viel, wie keine Bank in Deutschland. 2018 hatte ihr Gewinn noch bei 2,4 Milliarden Euro gelegen. Die Steigerung verdankt die Bundesbank vor allem geringeren Wagnisrückstellungen, die sie wegen geringerer Zinsänderungsrisiken um 1,5 Milliarden auf 16,4 Milliarden Euro reduzierte. Maßgeblich waren zudem weiter hohe Zinserträge, die bei 4,6 Milliarden Euro lagen.
handelsblatt.com

ZULETZT

“Wascht eure Hände, berührt nicht eure Augen, Nase und Mund, begrenzt eure Besuche an überfüllten Orten, drängt das Coronavirus zurück.” Das vietnamesische Institut für Gesundheit hat in Zusammenarbeit mit Musikern einen Pop-Song über das Händewaschen herausgebracht – als Vorsichtsmaßnahme gegen das Coronavirus. Trotz der für viele Ohren unvertrauten Sprache wird das Video nun international zum Hit.
stern.de

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