KW 38: Merkel und Seehofer planen Aufnahme von 1.500 Migranten, Thomas Osten-Sacken aus Moria, ProAsyl

Merkel und Seehofer planen Aufnahme von 1.500 Migranten.: Der Vorschlag muss noch mit dem Koalitionspartner abgestimmt werden. Die SPD-Chefin hatte verlangt, Deutschland solle mehrere Tausend Menschen aus Griechenland aufnehmen. zeit.de

Thomas Osten-Sacken aus Moria: Meine Gedanken sind heute morgen mit einer unserer Wadi-Kollegin in Dohuk, die positiv auf Corona getestet wurde und nun bettlägerig im Flüchtlingslager, woe sie seit 2014 lebt, mit schweren Symptomen kämpft.Sie ist Jesidin und hat seit der Katastrophe von 2014 fast übermenschliches geleistet, hunderte Mädchen, die aus der Sklaverei zurückkamen betreut, die Anti-Gewalt Kampagne von Wadi in Dohuk mitorganisiert und seit März war sie ununterbrochen unterwegs, um vor Corona in den Camps zu warnen.Man kann gar nicht aufzählen, was sie und ihre Kolleginnen an Arbeit geleistet haben.Bitte bitte werde bald wieder gesund zdf.de

ProAsyl: »Diese EU hat #Moria nicht nur geduldet, sondern offenbar leise gewollt. Als Mahnung an alle, die da noch drängen in unser ach so überfülltes Europa. Seht Euch Moria an. So wird es Euch ergehen. Das sollte die Botschaft sein.« twitter.com

Deutsche Institut für Menschenrechte: Die Zustände in den überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln sind seit langem unhaltbar und absolut menschenunwürdig. migazin.de

Iran und die Proteste gegen das System: Die grausame Hinrichtung des Wrestlers Navid Afkari durch den Iran ist ein Beispiel für den systematischen Missbrauch der Menschenrechte durch das Regime. Afkari wurde 2018 wegen Mordes während regierungsfeindlicher Proteste zum Tode verurteilt. Ein neuer Bericht von Amnesty International in diesem Monat hebt diese Missbräuche hervor. Der Bericht erläutert auch die gewalttätigen Methoden der Folter, rechtswidrigen Verhaftungen und grausamen Schläge, die IRGC-Mitglieder gegenüber Tausenden von Iranern begangen hatten und baute auf dem Bericht des UN-Sonderberichterstatters auf, der “große Besorgnis” über die Menschenrechtsverletzungen des Regimes zum Ausdruck brachte. menschenrechte-online.com

UN verurteilen Gewalt in Belarus: Michelle Bachelet, die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, prangert Folter, Unterdrückung und Gewalt in Belarus an.In Belarus gingen die Behörden und Sicherheitskräfte mit exzessiver Gewalt gegen friedliche Demonstranten vor. Tausende Menschen seien festgenommen worden. Hunderte von ihnen hätten Misshandlungen erdulden müssen, darunter seien Kinder gewesen. Es gebe Hinweise auf sexuelle Gewalt gegen die Festgenommenen. Die Berichte aus Belarus seien alarmierend, erklärte Bachelet.774 Festnahmen am Sonntag. In dem osteuropäischen Land demonstrieren seit Wochen Hunderttausende Bürger gegen das autoritäre Regime von Präsident Alexander Lukaschenko. Sie werfen ihm unter anderem die Fälschung der Wahlen im August vor. Auch am Sonntag demonstrierten allein in Minsk mehr als 150.000 Menschen für einen Rücktritt des 66-Jährigen. Allein in der Hauptstadt wurden 500 von ihnen in Gewahrsam genommen, insgesamt 774 an diesem Tag, berichtet das belarussische Innenministerium. dw.com

Lieferkettengesetz/Nachhaltigkeitsgesetz: Eine große Mehrheit in Deutschland befürwortet ein Gesetz, das Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte in ihrer Lieferkette verpflichten soll. 75 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sprachen sich laut einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap für ein solches Lieferkettengesetz aus. Die Ergebnisse der Befragung lagen ZEIT ONLINE exklusiv vor. Ablehnend äußerten sich lediglich 22 Prozent der Befragten. In Auftrag gegeben hatte die Umfrage die Initiative Lieferkettengesetz, die sich für eine solche Regelung auf Bundesebene einsetzt zeit.de

Gesichtserkennung: IBM spricht sich für Exportbeschränkungen von Gesichtserkennungslösungen aus, die zur Massenüberwachung missbraucht werden könnten. Das Unternehmen hatte sich im Juni selbst aus dem Bereich zurückgezogen. t3n.de

ZITAT:
„Jedwede Verwendung der Gesichtserkennung für die Massenüberwachung oder rassistische Profilerstellung ist eine Verletzung der grundlegenden Menschenrechte und Freiheiten, und keine Gesellschaft sollte den Einsatz von Technologie zur Förderung solcher Ungerechtigkeiten tolerieren“.
ibm.com

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Der erste Block der dieses Jahr virtuellen Menschenrechtsakademie des DIMR zu nationalem und internationalem Menschenrechtsschutz findet am 21. und 22. September (jeweils von 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr) statt. institut-fuer-menschenrechte.de

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ZAHL DER WOCHE

37 %
Prozent der Verbraucher zahlen am liebsten immer noch mit Bargeld, wie eine Umfrage der Beratungsfirma PwC Strategy& zeigt. Vor zwei Jahren lag der Anteil noch bei 43 Prozent. Befragt wurden Verbraucher in zehn europäischen Ländern
handelsblatt.com

ZULETZT

Katastrophen und Naturgefahren zwingen nach Einschätzung ziviler Hilfsexperten Millionen Menschen weltweit, ihre Heimat zu verlassen.

«Dies wird sich künftig noch verstärken, falls keine wirksamen Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden», heißt es im Weltrisikobericht 2020, der am Dienstag vom Bündnis «Entwicklung Hilft» und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum (IFHV) veröffentlicht wurde.

Der Weltrisikobericht enthält als zentrales Element den Weltrisikoindex 2020, der für 181 Länder das Risiko angibt, dass dort ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. Seit 2018 wird der Index vom IFHV berechnet.

Die drei Länder mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind demnach die tropischen Inselstaaten Vanuatu, Tonga und Dominica.
stern.de

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